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Cannabichromen (CBC): Allgemeine Fakten, Wirkungsweisen & Forschungsstand

Infografik zur chemischen Struktur von Cannabichromen (CBC) mit der Summenformel C₂₁H₃₀O₂, eingebettet in eine Übersicht weiterer Cannabinoide und Terpene der Hanfpflanze – im Hintergrund eine Nahaufnahme leuchtender Cannabis-Trichome vor Bergpanorama.

Wichtigste Erkenntnisse

7 Minuten Lesezeit
  • Cannabichromen (CBC) ist das dritthäufigste Cannabinoid in der Cannabispflanze und wurde 1966 erstmals isoliert – es wirkt nicht bewusstseinsverändernd und erzeugt kein High.
  • Anders als THC, mit Ähnlichkeiten zu CBD: Cannabichromen bindet kaum an CB1-Rezeptoren im Endocannabinoidsystem, wirkt daher nicht bewusstseinsverändernd wie THC, unterscheidet sich von CBD aber in der Art, wie es an verschiedene Rezeptoren bindet und damit auch ein anderes Wirkspektrum erzeugt.
  • In präklinischen Studien auf entzündungsmodulierende, schmerzmodulierende und antibakterielle Eigenschaften untersucht: Tierexperimentelle Studien deuten auf ein breites Wirkspektrum hin, das weiter erforscht wird.
  • Cannabichromen ist ein zentraler Treiber des Entourage-Effekts: In Kombination mit THC und CBD könnte es wohlmöglich die Gesamtwirkung der Cannabinoide verstärken.
  • Einige Cannabichromen-Produkte sind in Deutschland legal, sofern sie die geltenden THC-Grenzwerte einhalten und nicht mit Heilversprechen beworben werden.

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Cannabichromen – kurz CBC – ist eines der häufigsten Cannabinoide, die in der Hanfpflanze vorkommen und dennoch noch recht unbekannt. Während CBD und THC sehr bekannt sind und oft diskutiert werden, kennen nicht so viele den Begriff Cannabichromen und was dahinter steckt.

Dabei zeigen wissenschaftliche Untersuchungen, dass dieses nicht-psychotrope Cannabinoid eine bemerkenswerte Bandbreite an potenziellen Eigenschaften besitzen könnte.

In diesem Artikel erfährst du, wie Cannabichromen in der Pflanze entsteht, wie es sich von CBD und THC unterscheidet, welche Wirkungen die Forschung ihm zuschreibt und was du über entsprechende Produkte und ihre Rechtslage in Deutschland wissen solltest.

Was ist Cannabichromen (CBC) und wie entsteht es?

Cannabichromen ist ein nicht psychoaktives Phytocannabinoid, das in der Cannabispflanze aus der Vorstufe CBCA (Cannabichromensäure) gebildet wird. Erstmals isoliert wurde es 1966 von den Forschern Gaoni und Mechoulam, die damals die chemische Zusammensetzung von Cannabis systematisch analysierten (1). Aus derselben Forschungsgruppe stammt auch die Entdeckung von THC, wodurch deutlich wird, wie jung die wissenschaftliche Cannabinoid-Forschung insgesamt noch ist.

  • Die Synthese von Cannabichromen beginnt mit der Muttersubstanz aller Cannabinoide: der Cannabigerolsäure (CBGA) auch bekannt als Vorstufe von Cannabigerol (CBG).
  • Durch enzymatische Prozesse in der Pflanze erfolgt die Umwandlung von CBGA zunächst in CBCA.
  • Schließlich wird CBCA durch Decarboxylierung in Form von Wärme oder direkte Sonnenlicht-Einwirkung (UV-Strahlung) in Cannabichromen umwandelt (2).

Zwar sorgt die natürliche Instabilität von CBCA dafür, dass es sich stetig in CBC umwandelt, doch mit zunehmender Reife der Pflanze ändert sich die Priorität. Der begrenzte CBGA-Vorrat wird nun bevorzugt für die Bildung von THCA und CBDA verwendet, sodass für CBC schlicht weniger Ausgangsmaterial übrig bleibt. Je älter die Pflanze, desto geringer ist ihr CBC-Anteil.

Wie unterscheidet sich das Cannabinoid von CBD und THC?

Cannabichromen, CBD und THC haben trotz ihrer gemeinsamen chemischen Grundformel C₂₁H₃₀O₂ sehr unterschiedliche Wirkprofile. Denn trotz struktureller Ähnlichkeiten liegt der entscheidende Unterschied in ihrer räumlichen Molekülstruktur und der Art, wie sie mit den Rezeptoren des Endocannabinoidsystems (ECS) interagieren.

Molekularer Vergleich der 3D-Strukturmodelle von Cannabichromen (CBC), Cannabidiol (CBD) und Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC) – alle drei teilen die Summenformel C₂₁H₃₀O₂ mit einem Molekulargewicht von 314,46 g/mol, unterscheiden sich jedoch in ihrer räumlichen Anordnung, die ihre jeweiligen Wirkprofile bestimmt.



Konkret bedeutet das im Vergleich:

  • Cannabichromen vs. THC: THC bindet stark und direkt an CB1-Rezeptoren im Gehirn und löst dadurch seinen bewusstseinsverändernden Effekt aus. Cannabichromen dagegen hat eine sehr geringe Affinität zu CB1 und wirkt nicht psychotrop (3). Beide können jedoch gemeinsam im Entourage-Effekt synergetisch zusammenwirken.
  • Cannabichromen vs. CBD: Beide sind nicht bewusstseinsverändernd, unterscheiden sich jedoch erheblich in ihren Rezeptor-Bindungsmustern. CBD gilt als „promiskuitives Molekül", das mit einer Vielzahl von Rezeptorsystemen interagiert – darunter Serotonin- und Vanilloid-Rezeptoren sowie das FAAH-Enzym. Ähnlich breit aufgestellt ist CBG, wirkt aber hingegen deutlich selektiver und entfaltet seine Wirkung bevorzugt über CB2-, TRPA1- und TRPV1-Rezeptoren (4,5). Ein weiterer Unterschied: Bei CBD gibt es bereits ein zugelassenes Arzneimittel zur Behandlung bestimmter Epilepsieformen. Für Cannabichromen und CBG fehlen klinische Zulassungen bislang vollständig.
  • Gemeinsam vs. isoliert: Alle drei Cannabinoide entfalten laut präklinischer Forschung in Kombination eine stärkere Wirkung als als Einzelsubstanz – das Prinzip des Entourage-Effekts (5).

Welche Wirkungen werden Cannabichromen aktuell zugeschrieben?

Wie genau CBC im Körper wirkt, ist noch nicht abschließend geklärt. Jedoch liefern präklinische Studien erste Hinweise auf mögliche Wirkmechanismen im Endocannabinoid-System. Die wichtigsten derzeit untersuchten Ansätze findest du hier im Überblick:

  • CB2-Rezeptoren: Laborstudien deuten darauf hin, dass CBC eine Affinität zu CB2-Rezeptoren besitzen könnte, die vor allem im Immunsystem vorkommen und an Entzündungsreaktionen beteiligt sind. Dabei löst dieses Cannabinoid keinen psychoaktiven Effekt aus, wie THC am CB1-Rezeptor.
  • TRPA1- und TRPV1-Rezeptoren: Diese Kanäle sind an der Schmerzwahrnehmung und Temperaturregulation beteiligt. Präklinische Studien deuten darauf hin, dass CBC möglicherweise mit diesen Rezeptoren interagieren kann. Allerdings bleibt offen, ob und wie sehr das beim Menschen relevant ist (4).
  • Anandamid-Modulation: Einige Forschungsergebnisse legen nahe, dass CBC die zelluläre Aufnahme des körpereigenen Endocannabinoids Anandamid hemmen könnte, was dessen Spiegel im Körper erhöhen würde (3). Ob dieser Mechanismus beim Menschen eine messbare Rolle spielt, ist bislang nicht belegt.
  • Entourage-Verstärkung: Erste Tierstudien deuten darauf hin, dass CBC die Wirkung anderer Cannabinoide möglicherweise im Entourage-Effekt beeinflussen könnte. Diese Hypothese wird derzeit weiter erforscht (5).

Medizinische Forschungsansätze: Was die Wissenschaft untersucht

Cannabispflanze in medizinischer Indoorproduktion



Cannabichromen zeigt in präklinischen Studien ein breites Spektrum an potenziell medizinisch relevanten Eigenschaften. Was man allerdings bedenken sollte: Fast alle Befunde stammen aus Zellkultur- und Tierversuchen. Klinische Studien am Menschen stehen für alle Anwendungsgebiete noch aus, wodurch man keine fundierten wissenschaftlichen Aussagen über die Wirkung beim Menschen treffen kann.

Entzündungshemmung

Studien legen nahe, dass Cannabichromen entzündungsmodulierende Eigenschaften besitzen könnte, unter anderem durch seine Interaktion mit CB2-Rezeptoren und TRPA1-Kanälen (4). In Tierversuchen wurde nach der Gabe eine Reduktion von Ödemen beobachtet. Die präklinische Forschung deutet zudem darauf hin, dass Cannabichromen die Ausschüttung von Entzündungsmediatoren beeinflussen könnte (6). Diese Befunde müssen allerdings durch humanklinische Studien noch geprüft werden..

Schmerzmodulation

Cannabichromen interagiert womöglich mit mehreren schmerzrelevanten Rezeptorsystemen im Endocannabinoidsystem. In Verbindung mit THC deuteten sich in diesem Bezug in Tiermodellen verstärkte analgetische Effekte an (7). Forschungsergebnisse legen zudem nahe, dass Cannabichromen dabei sowohl über das ECS als auch über nicht-cannabinoide Rezeptoren wirken könnte. Dieser Mechanismus könnte für die Entwicklung neuer Schmerztherapien interessant sein, aber klinische Anwendungen sind noch weit entfernt (4).

Neurogenese

Präklinische Laborstudien an neuronalen Vorläuferzellen deuten darauf hin, dass Cannabichromen die Neurogenese unterstützen könnte (8). Unter Neurogenese versteht man die Bildung neuer Nervenzellen aus Stammzellen.

Da die Neurogenese im Hippocampus in der Forschung mit Lern- und Gedächtnisprozessen in Verbindung gebracht wird, gilt dieser Befund als wissenschaftlich interessant. Ob und in welchem Ausmaß diese Laborergebnisse auf den Menschen übertragbar sind, ist bislang nicht untersucht – eine umfangreiche klinische Folgeforschung steht noch aus.

Stimmungsmodulierende Wirkungshinweise

Im Tiermodell beobachteten El-Alfy et al. (2010) Hinweise auf stimmungsaufhellende Effekte von Cannabichromen (9). Das Cannabinoid könnte dabei unter anderem über die Modulation des Anandamid-Spiegels im Endocannabinoid-System wirken. Ob diese Befunde auf den Menschen übertragbar sind, ist bislang nicht belegt.

Antibakterielle Eigenschaften

Laborstudien haben für Cannabichromen und auch für andere Cannabinoide antibakterielle Eigenschaften nahegelegt, darunter Hinweise auf eine mögliche Hemmwirkung gegenüber bestimmten Bakterienstämmen im Laborversuch (10). Ob und wie diese Ergebnisse in pharmakologische Anwendungen übersetzt werden können, bleibt Gegenstand aktueller Forschung.


Wichtig:

Alle hier genannten Wirkungen basieren überwiegend auf präklinischen Studien an Zellen oder Tieren. CBC-haltige Produkte sind keine zugelassenen Arzneimittel. Bei gesundheitlichen Beschwerden ist eine ärztliche Abklärung unerlässlich, wobei dieser Artikel keine medizinische Beratung ersetzt.

Nebenwirkungen und Wechselwirkungen mit anderen Wirkstoffen

Die Datenlage zu Nebenwirkungen und Wechselwirkungen von Cannabichromen beim Menschen ist bislang sehr begrenzt. Das liegt daran, dass klinische Studien, die diese systematisch untersucht hätten, kaum vorliegen. Für eine fundierte Einschätzung stützt sich die Wissenschaft derzeit auf pharmakologische Modelle und Analogien zu ähnlichen Cannabinoiden.

Bekannte und vermutete Nebenwirkungen

Da Cannabichromen nicht bewusstseinverändernd ist, sind typische THC-Nebenwirkungen wie ein High, Paranoia oder kognitive Beeinträchtigung nicht zu erwarten. Aus Tierstudien und pharmakologischen Modellen ergeben sich folgende Hinweise auf mögliche Effekte (7,11):

  • Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit oder Durchfall wurden vereinzelt bei hohen Dosen von Cannabinoid-Gemischen beobachtet, sind jedoch nicht eindeutig auf Cannabichromen zu übertragen.
  • Da Cannabichromen den Anandamid-Spiegel möglicherweise erhöhen kann, könnten bei sehr hohen Konzentrationen Effekte auf Stimmung und Schlaf auftreten. Diese Effekte könnten sowohl positiver als auch unerwünschter Natur sein.

Wichtig: Alle genannten Punkte sind spekulativ oder aus Tierstudien abgeleitet. Humanklinische Sicherheitsdaten fehlen weitgehend.

Wechselwirkungen mit Medikamenten

Ein entscheidender Unterschied zu CBD: CBD hemmt bekanntlich das Cytochrom-P450-Enzymsystem (CYP450) in der Leber, über das mehr als 60 % aller Medikamente abgebaut werden. Dieser Vorgang kann zu klinisch relevanten Wechselwirkungen führen (12). Für CBC deuten pharmakologische Modelle darauf hin, dass es das CYP450-System deutlich schwächer beeinflusst als CBD (11). Das bedeutet, dass das Wechselwirkungsrisiko bei CBC geringer sein könnte. Jedoch fehlen belastbare klinische Daten und ein Restrisiko lässt sich auch nicht ausschließen.

Besondere Vorsicht ist dennoch bei folgenden Medikamenten angebracht, bis bessere Daten vorliegen:

  • Blutverdünner (z. B. Warfarin/Marcumar)
  • Antiepileptika
  • Immunsuppressiva
  • Bestimmte Antidepressiva

Wer regelmäßig Medikamente einnimmt und CBC-haltige Produkte verwenden möchte, sollte vorher ärztlichen Rat einholen.

In welchen Produkten kommt Cannabichromen vor?

Cannabichromen ist in Deutschland derzeit vor allem in Vollspektrum-Cannabisprodukten enthalten. Hierbei handelt es sich um Extrakte, die das natürliche Cannabinoid-Profil der Pflanze möglichst vollständig abbilden. Das schließt Cannabinoide wie THC, CBD, Cannabichromen, Cannabigerol (CBG), CBN und Terpene ein. Spezifische Isolate oder hoch dosierte Produkte sind noch eine Nische.

Vollspektrum-Extrakte gelten nicht als Ersatz für ärztlich verordnetes medizinisches Cannabis, können aber als Nahrungsergänzung oder Kosmetikum genutzt werden. Folgende Produktformen sind am gebräuchlichsten:

ProduktformGehaltBesonderheit
Vollspektrum-CBD-ÖlGering (natürlicher Anteil)Enthält natürlich Cannabichromen neben CBD und THC-Spuren
Cannabichromen-Isolat-ÖlHoch (isoliert)Noch selten erhältlich, teurer in der Herstellung
Topische Cremes / SalbenVariabelLokale Anwendung auf der Haut; in Studien auf hautbezogene Eigenschaften untersucht – ohne systemische Wirkung
Kapseln / SoftgelsVariabelEinfache Dosierung, langsamer Wirkeintritt; vereinzelt im US-Markt als dedizierte CBC-Softgels erhältlich; im deutschen Handel aktuell kaum verfügbar



Rechtslage in Deutschland und der EU

In Deutschland ist Cannabichromen als nicht psychotrop Cannabinoid nicht im Betäubungsmittelgesetz (BtMG) gelistet und wird auch noch nicht durch das KCanG oder das Medizinal-Cannabisgesetz reguliert. Entsprechende Produkte sind grundsätzlich mit folgenden Einschränkungen legal:

  • THC-Grenzwert: Produkte, die Cannabichromen enthalten und als Lebensmittel oder Kosmetika vermarktet werden, müssen den EU-weit geltenden THC-Grenzwert von 0,3 % einhalten.
  • Kein Heilversprechen: Wie alle Cannabinoid-Produkte dürfen Cannabichromen-Produkte nicht mit Heilversprechen beworben werden (Heilmittelwerbegesetz, HWG). Aussagen wie „Cannabichromen heilt Entzündungen" sind rechtlich nicht zulässig.
  • Novel-Food-Regelung: Für Produkte zum Verzehr (Öle, Kapseln) gilt potenziell die EU-Novel-Food-Verordnung. Da für CBD-Extrakte bereits eine Novel-Food-Einordnung besteht, ist davon auszugehen, dass dies für Cannabichromen-Isolate analog gilt. Jedoch steht hier eine abschließende Klärung durch europäische Behörden noch aus.
  • Kosmetika: Cannabichromen in Kosmetika (Cremes, Salben) für die Haut fällt nicht unter die Novel-Food-Verordnung und ist in der EU grundsätzlich zulässig.

In anderen EU-Ländern variiert die Rechtslage. Einige Mitgliedstaaten haben strengere Regelungen zu Cannabinoid-Produkten, während eine einheitliche EU-weite Regelung derzeit nicht existiert.

Fazit

Cannabichromen ist ein Cannabinoid, das die Forschung zunehmend in den Fokus rückt. Es unterscheidet sich von THC durch seine fehlende psychotrope Wirkung und von CBD durch sein spezifisches Rezeptorprofil. In präklinischen Studien zeigen sich vielversprechende Ansätze, wobei belastbare Humandaten jedoch fehlen. Die meisten Befunde stammen aus Tierversuchen und Zellstudien.

Cannabichromen ist kein zugelassenes Arzneimittel und kein Ersatz für ärztliche Beratung. Wer entsprechende Produkte verwenden möchte, sollte auf Qualität achten – Vollspektrum-Extrakte mit unabhängigen Laborzertifikaten sind ein guter Ausgangspunkt. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme ist eine ärztliche Absprache unerlässlich.

Die Forschung zu Cannabichromen steckt noch in den Kinderschuhen. Aber sie hat bereits gezeigt, dass dieses lange übersehene Cannabinoid mehr Aufmerksamkeit verdient.

Rechtlicher Hinweis

Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Die Anwendung von Cannabisprodukten zu therapeutischen Zwecken sollte nur in Absprache mit qualifiziertem medizinischem Fachpersonal erfolgen. Es wird keine Haftung für Schäden oder Nebenwirkungen übernommen, die durch unsachgemäßen Gebrauch entstehen können. Weder werden Heil- oder Wirkversprechen gegeben, noch soll die Nutzung ohne ärztlichen Rat angeregt werden. Nutzer sind verpflichtet, die in ihrer Region geltenden gesetzlichen Bestimmungen zu beachten und eigenverantwortlich zu handeln.

FAQ

Was ist Cannabichromen (CBC)?

Cannabichromen ist ein nicht psychotropes Phytocannabinoid aus der Hanfpflanze, das 1966 erstmals isoliert wurde. Es gilt als dritthäufigstes Cannabinoid und wirkt nicht psychotrop.

Wie unterscheidet sich CBC von THC und CBD?

CBC, CBD und THC sind alle Cannabinoide aus der Hanfpflanze und weisen strukturelle Ähnlichkeiten auf, unterscheiden sich aber erheblich in ihrer Wirkung auf das Endocannabinoidsystem. THC bindet stark an CB1-Rezeptoren und wirkt psychotrop. CBD und Cannabichromen sind beide nicht psychotrop, wirken aber über unterschiedliche Rezeptorwege.

Macht CBC high?

Nein, Cannabichromen macht nicht high. Es hat keine stark psychotrope Wirkung, da es kaum an die CB1-Rezeptoren im Gehirn bindet, die für den berauschenden Effekt von THC verantwortlich sind.

Gibt es Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen bei CBC?

Die Datenlage ist noch sehr begrenzt. Da Cannabichromen das CYP450-Enzymsystem in der Leber weniger stark beeinflussen könnte als CBD, wäre das Wechselwirkungsrisiko mit Medikamenten möglicherweise geringer – ausschließen lässt es sich aber nicht.

In welchen Produkten findet man es?

Cannabichromen ist derzeit vor allem in Vollspektrum-CBD-Ölen enthalten, die das natürliche Cannabinoid-Profil der Pflanze abbilden. Eigenständige Isolate oder hochdosierte Produkte sind noch selten und teurer in der Herstellung.

Ist CBC legal in Deutschland?

Ja, Cannabichromen ist in Deutschland als nicht psychoaktives Cannabinoid grundsätzlich legal – es unterliegt nicht dem Betäubungsmittelgesetz. Entsprechende Produkte dürfen jedoch nicht mit Heilversprechen beworben werden, und für Produkte zum Verzehr gilt möglicherweise die EU-Novel-Food-Verordnung. Kosmetika für die Haut mit Cannabichromen sind in der EU ohne gesonderte Zulassung erlaubt.

Profilbild

Ich beschäftige mich seit Jahren intensiv mit Themen rund um Cannabis. Besonders wichtig ist mir, Wissen rund um Sorten, Wirkung und Anwendung verständlich und kreativ zu vermitteln, egal ob in Textform oder auf Instagram in der Cannabis-Community. Mein Hintergrund liegt zum einen in der Küche sowie als praktische Ernährungsberaterin in Schulen und Firmen, weswegen du mich immer da finden kannst, wo Cannabis, Menschen und Essen zusammen treffen. Zum Anderen durfte ich viele Erfahrungen in der sozialen Arbeit mit Menschen, vor allem in sozialschwachen Bereichen, sammeln. Hier habe ich unter anderem auch mein Interesse als Autorin geweckt und gemerkt, dass ich Themen gerne alltagsnah und mit viel Feingefühl aufbereite und teile.

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