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Cannabispflanze beschneiden: Anleitung, Tipps und Übersicht aller Methoden

Eine Hand hält eine Gartenschere präzise über die Wachstumsspitze einer Cannabispflanze in einem Indoor-Growraum – warmes goldenes LED-Licht im unscharfen Hintergrund unterstreicht die stimmungsvolle Atmosphäre des Titelbilds zum Thema Cannabispflanzen beschneiden.

Wichtigste Erkenntnisse

7 Minuten Lesezeit
  • Gezieltes Beschneiden lenkt die Energie der Pflanze auf die oberen Blütenstellen und führt zu dichteren Knospen und höherem Ertrag.
  • Der beste Zeitpunkt zum Beschneiden ist die vegetative Phase: Spätestens ein bis zwei Wochen vor Blütebeginn. Während der Blüte sollte man nur noch minimal eingreifen.
  • Saubere, scharfe Werkzeuge sind Pflicht. Jede Schnittstelle ist ein potenzielles Einfallstor für Pilze und Bakterien.
  • Nie mehr als 20–30 % der Blattmasse auf einmal entfernen und der Pflanze zwischen den Schnitten ausreichend Erholungszeit lassen.
  • Nach dem Beschneiden sind eine gute Pflege und Nährstoffversorgung entscheidend.

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Das Beschneiden von Cannabispflanzen ist eine wichtige Technik, um das Wachstum und die Gesundheit der Pflanzen zu fördern. Durch gezieltes Entfernen von Blättern und Zweigen kann man beim Anbauen die Lichtdurchdringung verbessern und die Pflanze buschiger wachsen lassen.

In diesem Artikel erfährst du alles über die Gründe fürs Beschneiden von Cannabis, den richtigen Zeitpunkt und die besten Methoden wie Topping und Fimming, um das beste aus deinen Cannabispflanzen herauszuholen.

Die Schritt-für-Schritt-Anleitung, um Cannabispflanzen richtig zu beschneiden

Das Beschneiden der Pflanze ist eine Kunst, die jeder Grower beherrschen sollte. Mit den richtigen Techniken und Werkzeugen kann man das Wachstum deiner Pflanzen optimieren und auch die Erträge steigern.

Um deine Cannabis Pflanze zu beschneiden, brauchst du die richtigen Werkzeuge. Eine scharfe Trimmschere ist ideal für kleine Zweige und Blätter. Für dickere Äste solltest du eine kräftigere Schere verwenden. Halte auch Desinfektionsmittel bereit, um die Werkzeuge sauber zu halten.

Schritt 1: Vorbereitung vor dem Beschneiden

Stelle in der Vorbereitung sicher, dass deine Werkzeuge sauber und scharf sind. Eine stumpfe Klinge quetscht das Gewebe, anstatt es sauber zu durchtrennen. Das verlangsamt die Heilung der Pflanze erheblich. Außerdem sollte die Pflanze gesund sein und mindestens 5–6 Nodien (Seitentrieb-Knotenpunkte) ausgebildet hat.

Gartenschere, Desinfektionsspray und ein frischer Cannabiszweig auf einem Holztisch – die benötigten Werkzeuge zur Vorbereitung vor dem Beschneiden einer Cannabispflanze, Schritt 1 der Anleitung.

Schritt 2: Hauptstamm beschneiden (Topping)

Schneide die zentrale Wachstumsspitze direkt über dem 5. Nodium ab. Dadurch verlagert die Pflanze ihre Energie von einem einzigen Haupttrieb auf zwei gleichwertige Seitentriebe. Das Ergebnis ist eine buschigere Pflanze mit mehreren ertragreichen Blütenstellen statt nur einer dominanten Hauptblüte.

Illustration einer Cannabispflanze mit sichtbaren Wurzeln, bei der eine Hand mit Gartenschere die zentrale Wachstumsspitze direkt über dem fünften Nodium abschneidet – markiert durch eine rote gestrichelte Linie mit Pfeil – Schritt 2 der Anleitung zum Cannabispflanzen beschneiden (Topping).

Schritt 3: Seitentriebe kürzen (Lollipopping)

Entferne die kleinen, schwachen Seitentriebe und Blätter im unteren Drittel der Pflanze. Diese bekommen kaum Licht und ziehen der Pflanze unnötig Energie. Indem du sie entfernst, konzentriert die Pflanze ihre Ressourcen auf die oberen, gut belichteten Triebe. Das kann zu größeren und dichteren Blüten führen.

Illustration einer Cannabispflanze, bei der die schwachen unteren Seitentriebe mit roten gestrichelten Kreisen markiert sind und eine Gartenschere einen dieser Triebe am Hauptstamm abschneidet – Schritt 3 der Anleitung zum Cannabispflanzen beschneiden (Lollipopping).

Schritt 4: Abgestorbene Blätter entfernen

Gelbe, braune oder welke Blätter haben ihre Funktion verloren und können Schimmel oder Schädlingen als Brutstätte dienen. Schneide sie sauber an der Basis des Blattstiels ab. Gesunde grüne Blätter sollten dabei unbedingt erhalten bleiben, da sie weiterhin zur Photosynthese beitragen.

Illustration einer Hand mit Gartenschere, die ein gelb verfärbtes, abgestorbenes Cannabisblatt an der Basis des Blattstiels abschneidet, während gesunde dunkelgrüne Blätter im Hintergrund sichtbar bleiben

Schritt 5: Kontrolle

Nach dem Beschneiden braucht die Pflanze etwas Zeit zur Erholung. Gieße sie regelmäßig, versorge sie mit einem ausgewogenen Nährstoffmix und achte auf optimale Lichtverhältnisse. Beobachte die Pflanze in den nächsten Tagen genau: Neues Triebwachstum an den Schnittstellen ist ein gutes Zeichen, dass sie sich erholt und kräftig weiterwächst. Studien weisen darauf hin, dass eine optimale Nährstoffversorgung nach dem Beschneiden einen stärkeren Einfluss auf Biomasse und Cannabinoid-Gehalt hat als der Schnitt selbst (1).

Illustration zur Nachsorge nach dem Beschneiden einer Cannabispflanze: Eine buschige, gesunde Cannabispflanze unter einer LED-Growlampe in einem Indoor-Growraum, flankiert von einer Gießkanne links und einer Flasche organischer Nährstoffe rechts.

Häufige Fehler beim Beschneiden von Cannabis vermeiden

Das richtige Beschneiden deiner Cannabispflanze hat einen direkten Einfluss auf den Ertrag, weswegen gerade die folgende häufigen Fehler vermieden werden sollten. Achte darauf, die Pflanzen richtig zu pflegen und regelmäßig zu kontrollieren.

  • Zu viel auf einmal schneiden: Beschneide nicht zu viele Blätter von Cannabispflanzen auf einmal, um Stress zu vermeiden.
  • Falscher Zeitpunkt: Vermeide das Beschneiden während der Blütezeit, da dies die Qualität der Knospen beeinträchtigen kann.
  • Unsaubere Werkzeuge: Verwende immer saubere und desinfizierte Werkzeuge, um Infektionen zu vermeiden.
  • Beschneiden kranker Pflanzen: Wer eine bereits gestresste oder kranke Pflanze beschneidet, verstärkt den Stress zusätzlich. Schnittstellen an geschwächten Pflanzen heilen langsamer und sind anfälliger für Schädlinge und Pilzbefall.
  • Autoflower-Pflanzen zu stark beschneiden: Bei selbstblühenden Sorten ist die vegetative Phase sehr kurz. Aggressives Topping oder Lollipopping kann dazu führen, dass die Pflanze in die Blüte übergeht, bevor sie sich erholt hat, Das könnte den Gesamtertrag erheblich reduzieren.

Wie pflegt man die Cannabis Pflanze nach dem Beschneiden?

Nachdem du deine Cannabispflanzen beschnitten hast, ist es wichtig, ihnen die richtige Pflege zukommen zu lassen. Dies hilft der Pflanze, sich zu erholen und weiter gesund zu wachsen. Hier sind einige Tipps, wie du deine Pflanzen nach dem Beschneiden pflegen kannst.

  • Schütze die Pflanze in den ersten Tagen nach dem Schnitt vor direkter Sonneneinstrahlung, um die empfindlichen Schnittstellen zu schützen.
  • Halte die Umgebung der Pflanze sauber und entferne abgeschnittene Blätter oder Zweige, um Krankheiten vorzubeugen.
  • Gieße die Pflanze regelmäßig, aber vermeide Staunässe, da dies zu Wurzelfäule führen kann.
  • Verwende eine ausgewogene Düngung mit einem für Cannabis geeigneten Nährstoffmix, um das Wachstum neuer Triebe zu unterstützen.
  • Beobachte deine Pflanze genau auf Anzeichen von Stress oder Krankheiten und greife bei Bedarf schnell ein.
  • Bei Indooranbau: stelle sicher, dass die Luftfeuchtigkeit und Temperatur in der Umgebung optimal sind, um das Wachstum zu fördern.

Mit diesen Tipps wird sich deine Cannabispflanze rasch von dem Beschneiden erholen und kräftig weiter wachsen.

Illustration zum richtigen Gießen von Cannabispflanzen: Links eine gesunde Pflanze mit gleichmäßig feuchter Erde und weißen Wurzeln, rechts eine Pflanze mit Staunässe – Wasser steht auf der Erde und im Untertopf, die Wurzeln sind braun und faulend.

Warum sollte man Cannabis beschneiden?

Das Hauptziel des Beschneidens ist die Ertragssteigerung. Denn durch den Schnitt kann die Pflanze ihre Energie auf die Produktion größerer Knospen konzentrieren. Weniger, aber besser versorgte Triebe können dazu führen, dass die Pflanze größere und dichtere Blütenstände entwickelt. Das wiederum kann unter optimalen Bedingungen zu einer höheren Ernte führen. Wissenschaftliche Untersuchungen legen nahe, dass zweimaliges Beschneiden während des Anbaus die optimale Methode zur Ertragssteigerung sein kann (2).

Cannabis zu beschneiden hat zudem viele weitere Vorteile:

  • Verbesserte Lichtdurchlässigkeit: Ein ausgewogenes Verhältnis von Blattmasse und Lichtdurchlässigkeit ist wichtig für ein gesundes Pflanzenwachstum. Durch das Entfernen überflüssiger Blätter und Zweige kann mehr Licht die unteren Bereiche der Pflanze erreichen, was zu einer gleichmäßigeren Entwicklung führt.
  • Erhöhte Luftzirkulation: Eine dichte Pflanzenstruktur kann die Luftfeuchtigkeit erhöhen und das Risiko von Schimmel begünstigen. Ein guter Luftfluss zwischen den Pflanzenteilen reduziert das Risiko von Schimmel und Pilzbefall und trägt so zur Gesundheit der Pflanze bei.
  • Kontrolle der Pflanzengröße: Beschneiden ermöglicht es, die Höhe der Pflanze zu begrenzen, was besonders in Innenräumen oder bei begrenztem Platz nützlich ist. Außerdem erhält sie eine gleichmäßige Struktur und ist einfacher zu handhaben.
  • Förderung des buschigen Wachstums: Durch Techniken wie Topping wird die Pflanze angeregt, mehr Seitentriebe zu entwickeln, was zu einer buschigeren Form führt.
  • Konzentration der Nährstoffe: Die Pflanze kann ihre Ressourcen effizienter auf die verbleibenden Triebe und Blüten verteilen.
  • Stressmanagement: Manche Grower berichten, dass kontrollierter Stress durch Beschneiden die Harzproduktion anregen kann. Wissenschaftlich ist dieser Zusammenhang bislang nicht eindeutig nachgewiesen.
  • Verbesserung der Knospendichte: Durch gezieltes Beschneiden kann die Energie der Pflanze auf weniger, dafür aber größere und dichtere Blütenstände gelenkt werden.

Diese Vorteile tragen insgesamt zu einer gesünderen Pflanze und einer potenziell höheren Ernte bei, sowohl in Bezug auf Quantität als auch Qualität.

Wann sollte man Cannabispflanzen beschneiden?

Der richtige Zeitpunkt für das Beschneiden von Cannabispflanzen hängt vom Wachstumsstadium und dem gewünschten Ergebnis ab.
Generell sollte man mit dem Beschneiden beginnen, wenn die Pflanze etwa 3-4 Wochen alt ist und mindestens 5–6 Nodien (Blattpaare) entwickelt hat. Dies gibt der Pflanze genug Zeit, sich zu etablieren, bevor man in ihre Wachstumsstruktur eingreift.

Die Hauptbeschneidungsphase sollte während der vegetativen Wachstumsphase stattfinden und etwa 1-2 Wochen vor dem Übergang zur Blütephase enden. Hier ist eine Übersicht der wichtigsten Beschneidungszeitpunkte:



WachstumsphaseEmpfehlungZiel
Frühe WachstumsstadienAktiv beschneiden, stutzen oder toppenBuschiges Wachstum fördern, Lichtversorgung aller Blätter sicherstellen
Vor der BlütephaseIntensives Beschneiden bis ca. 1–2 Wochen vor BlütebeginnÜberflüssige Pflanzenteile entfernen, Knospenqualität verbessern
Während der BlütezeitBeschneiden weitgehend einstellen; nur minimaler RückschnittSchwache untere Zweige und abgestorbene Blätter entfernen, Knospen nicht beeinträchtigen


Welche verschiedenen Techniken zum Beschneiden von Cannabis gibt es?

Es gibt verschiedene Beschneidungstechniken für Cannabis, die je nach Erfahrung und Ziel des Züchters angewendet werden können, um den Ertrag zu steigern und die Gesundheit der Pflanzen zu fördern. Zu den gängigsten Methoden gehören:

Topping

Beim Topping wird wie oben beschrieben die Spitze der Haupttriebe abgeschnitten. Dies macht man, um das Wachstum von mehreren Haupttrieben zu fördern und eine buschigere Pflanze zu erzielen, mit symmetrischen Blütenstellen. Diese Methode ist besonders für Einsteiger geeignet, da sie einfach durchzuführen ist und zuverlässig mehr ertragreiche Blütenstellen erzeugt.

FIMing ("Fuck I Missed")

Eine Variation des Toppings ist das FIMing, was zu noch mehr Verzweigungen führt. Das Ziel sind mehr Knospen auf kleiner Fläche. Da beim FIMing nur etwa 75 % der Wachstumsspitze entfernt werden, ist der Stress für die Pflanze geringer als beim klassischen Topping. Studien zeigen, dass Beschneidetechniken wie der apikale Schnitt die Pflanzenarchitektur und das Cannabinoid-Profil messbar beeinflussen können (3).

LST (Low Stress Training)

Das LST (Low Stress Training) ist eine Technik, die das vorsichtige Biegen und Fixieren von Zweigen beinhaltet, um eine flachere, breitere Pflanze zu formen. Da kein Schnitt notwendig ist, eignet sich LST besonders gut für Autoflower-Pflanzen, bei denen die kurze vegetative Phase geschont werden sollte.

Scrog (Screen of Green)

Die Scrog Technik ist keine klassische Beschneidungstechnik sondern dient zum Training der Pflanzen. Hier wird ein Netz über den Pflanzen angebracht, durch das die Zweige geflochten werden, um eine gleichmäßige Wachstumsfläche zu schaffen. Die Methode erfordert etwas mehr Planung, liefert dafür bei Indoor-Grows besonders gleichmäßige und ertragreiche Ergebnisse.

Drei Cannabispflanzen in Stofftöpfen in einem Indoor-Grow-Tent, deren Äste durch ein horizontales weißes Gitternetz (ScrOG-Netz) geflochten sind und eine gleichmäßige, flache Canopy bilden – beleuchtet von einer LED-Growlampe von oben, mit reflektierenden Zeltwänden und sichtbarem Hygrometer.

Lollipopping

Beim Lollipopping werden wie bereits beschrieben die unteren Zweige und Blätter entfernt, um die Energie der Pflanze auf die oberen, ertragsreicheren Bereiche zu konzentrieren. Diese Methode wird häufig kurz vor der Blütephase eingesetzt, um die Ressourcen gezielt in die oberen Blütenstellen zu leiten.

Defoliation

Defoliation oder Entlauben ist das gezielte Entfernen großer Fächerblätter, um die Lichtdurchlässigkeit zu verbessern und die Luftzirkulation zu erhöhen, für eine gleichmäßige Blütenentwicklung. Da jedes entfernte Blatt die Photosyntheseleistung der Pflanze verringert, sollte die Defoliation stets schrittweise und mit Bedacht erfolgen.

Jede dieser Techniken hat ihre eigenen Vor- und Nachteile und kann je nach Anbausituation und gewünschtem Ergebnis eingesetzt werden.

TechnikMethodeZiel
ToppingSpitze der Haupttriebe abschneidenMehrere Haupttriebe fördern, buschigere Pflanze mit symmetrischen Blütenstellen erzielen
FIMing (Fuck I Missed)Nur ca. 75 % der Wachstumsspitze abschneidenNoch mehr Verzweigungen als beim Topping, mehr Knospen auf kleiner Fläche
LST (Low Stress Training)Zweige vorsichtig biegen und fixierenFlachere, breitere Pflanze formen, gleichmäßige Lichtverteilung auf alle Triebe
ScrOG (Screen of Green)Netz über den Pflanzen anbringen, Zweige hindurchflechtenGleichmäßige Wachstumsfläche schaffen, optimale Lichtausnutzung
LollipoppingUntere Zweige und Blätter entfernenEnergie der Pflanze auf die oberen, ertragsreicheren Bereiche konzentrieren
Defoliation / EntlaubenGroße Fächerblätter gezielt entfernenLichtdurchlässigkeit verbessern, Luftzirkulation erhöhen, gleichmäßige Blütenentwicklung fördern

Fazit

Das Beschneiden, Toppen und Schneiden von Cannabispflanzen sind wichtige Techniken, um das Wachstum und den Ertrag zu maximieren. Durch das Entfernen von abgestorbenen Blättern und das gezielte Stutzen der Pflanzen kann man eine gesündere und buschigere Pflanze fördern.

Es ist wichtig, diese Techniken zur richtigen Zeit anzuwenden, um die Qualität der Ernte nicht zu beeinträchtigen. Mit etwas Übung und Geduld kann jeder lernen, seine Cannabispflanzen effektiv zu pflegen und zu beschneiden.

Rechtlicher Hinweis
Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt weder eine Rechtsberatung noch eine Aufforderung zum Kauf oder Konsum von Cannabis dar. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte wird keine Gewähr übernommen.

Quellen

  • Dilena, E., Close, D. C., Hunt, I., & Garland, S. M. (2023). Investigating how nitrogen nutrition and pruning impacts on CBD and THC concentration and plant biomass of Cannabis sativa. https://doi.org/10.1186/s42238-023-00216-0
  • Thieling, S., & Häusler, T. (2022). Impact of harvest time and pruning technique on total CBD concentration and yield of medicinal cannabis. Plants, 11(1), 140. https://doi.org/10.3390/plants11010140
  • Danziger, N., & Bernstein, N. (2021). Shape matters: Plant architecture affects chemical uniformity in large-size medical cannabis plants. Agronomy, 11(9), 1833. https://doi.org/10.3390/agronomy11091833

FAQ

Kann das Schneiden meiner Cannabis Pflanze schaden?

Ja, wenn du zu viel auf einmal entfernst oder zum falschen Zeitpunkt schneidest. Entferne nie mehr als 20–30 % der Blattmasse auf einmal und vermeide größere Eingriffe während der Blütephase. Sterilisierte Werkzeuge sind Pflicht, da offene Schnittstellen ein Einfallstor für Pilze und Bakterien sind.

Wann ist die beste Zeit, um Cannabispflanzen zu beschneiden?

Der beste Zeitpunkt ist die vegetative Phase ab 5–6 Nodien. Größere Schnitte solltest du spätestens 1–2 Wochen vor Beginn der Blüte abschließen. Während der Blütezeit nur noch minimal eingreifen.

Wie oft sollte ich Cannabis schneiden?

Warte nach jedem Schnitt mindestens 5–7 Tage, bevor du erneut eingreifst, und beobachte, wie die Pflanze reagiert. In der Veg-Phase ist ein wöchentliches leichtes Nachschneiden möglich – Hauptsache, die Pflanze hat genug Zeit zur Erholung.

Muss ich spezielle Werkzeuge zum Schneiden verwenden?

Teure Spezialwerkzeuge sind nicht nötig – entscheidend sind Schärfe und Sauberkeit. Eine stumpfe Schere quetscht das Gewebe statt es sauber zu durchtrennen, was die Heilung verlangsamt. Klingen vor jedem Einsatz mit Isopropanol (mind. 70 %) desinfizieren.

Gibt es Unterschiede bei Beschneidungstechniken für Indoor vs. Outdoor Pflanzen?

Indoor-Pflanzen profitieren stärker von Techniken wie Lollipopping oder ScrOG, da Kunstlicht nur einen begrenzten Bereich optimal ausleuchtet. Outdoor-Pflanzen werden von der Sonne von allen Seiten beleuchtet – hier ist ein zu starkes Entlauben oft kontraproduktiv.

Sollte ich Autoflower-Pflanzen beschneiden?

Bei Autoflowern ist Zurückhaltung geboten, da ihre kurze Veg-Phase kaum Zeit zur Erholung nach einem stärkeren Schnitt lässt. Stressarme Methoden wie LST oder leichtes Entlauben sind hier die bessere Wahl gegenüber Topping oder FIMming.

Woran erkenne ich, ob sich meine Pflanze vom Beschneiden erholt hat?

Eine erholte Pflanze zeigt nach 2–4 Tagen wieder aufrechte Blätter und neues Triebwachstum an den Schnittstellen. Hält der Stress länger an, solltest du Bewässerung, Nährstoffe und Lichtintensität prüfen, bevor du erneut schneidest.

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Profilbild

Justin Hartfield eine bekannte Größe der Cannabis-Szene. Als Mitbegründer von WeedMaps im Jahr 2008 hat er im Bereich Cannabis in Amerika bereits Geschichte geschrieben und hat sich nun das Ziel gesetzt, Cannabis auch in Deutschland und Europa sicherer zugänglich zu machen.