Wie hilfreich ist Cannabis bei Prostatakrebs?

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Wichtigste Erkenntnisse

  • Movember fördert das Bewusstsein für Männergesundheit, insbesondere Prostatakrebs.
  • Früherkennung von Prostatakrebs ist entscheidend und erfordert regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen.
  • Behandlungsmöglichkeiten bei Prostatakrebs variieren von abwartendem Beobachten bis zu Operationen und Chemotherapie.
  • Medizinisches Cannabis könnte potenziell zur Linderung von Nebenwirkungen und Schmerzen bei Krebstherapien beitragen.

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Für die meisten Frauen in Deutschland ist es eine Selbstverständlichkeit, regelmäßig zum Gynäkologen zu gehen, um eine Krebsvorsorgeuntersuchung durchführen zu lassen. Die Früherkennung ist eines der wichtigsten Merkmale bei möglichen Krebserkrankungen. Diese Gewissheit sollte auch bei der männlichen Gesellschaft in den Fokus treten, denn die Neudiagnose Prostatakrebs erhalten in Deutschland jährlich ca. 63 400 Männer.

Dieser Beitrag steht im Zeichen des Movembers.

„Movember“ ist eine weltweite Kampagne, die im November stattfindet und darauf abzielt, das Bewusstsein für Männergesundheit zu stärken, insbesondere für Themen wie Prostatakrebs, Hodenkrebs, die psychische Gesundheit von Männern und Prävention von Suizid. Der Name „Movember“ setzt sich aus „Moustache“ (Schnurrbart) und „November“ zusammen.


Denn während des Movember-Monats werden Männer ermutigt, ein Zeichen zu setzen und sich Schnurrbärte zu rasieren und während des Monats Schnurrbärte wachsen zu lassen.
Die Organisation Movember Foundation, die die Kampagne ins Leben gerufen hat, setzt sich dafür ein, die Sterblichkeitsrate bei Männern zu senken, indem sie Bewusstsein schafft, finanzielle Mittel sammelt und Forschung sowie Programme zur Unterstützung der Männergesundheit fördert.

Was ist Prostatakrebs?

Prostatakrebs, auch Prostatakarzinom genannt, ist eine Krebsform, die in der Prostata, einer Drüse im männlichen Fortpflanzungssystem, auftritt. Die Prostata ist etwa walnussgroß und befindet sich unterhalb der Harnblase. Sie umgibt den oberen Teil der Harnröhre und produziert einen Teil der Flüssigkeit, die den Samen bildet.

Prostatakrebs entsteht, wenn sich Zellen in der Prostata unkontrolliert vermehren und zu bösartigen Tumoren heranwachsen. Diese Tumore können sich innerhalb der Prostata begrenzen oder sich über die Prostata hinaus in andere Teile des Körpers ausbreiten und Metastasen bilden. Dieser Vorgang wird als Metastasierung bezeichnet und beschreibt den Befall weiterer Körperregionen und Organe mit bösartigen Tumorzellen. Daher ist die Früherkennung von elementarer Bedeutung. Je früher eine Krebserkrankung diagnostiziert wird, umso besser kann diese bekämpft und eine Metastasenbildung verhindert werden.

Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern in Deutschland.

Wie erkennt man Prostatakrebs?

In einem frühen Stadium von Prostatakrebs, kann es sein, dass keine offensichtlichen Symptome oder Beschwerden auftreten. Das macht die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung und eine digitale rektale Untersuchung, entscheidend für die Früherkennung.

Im späteren Stadion können folgende Symptome auftreten:

  • Probleme beim Wasserlassen
  • Blut im Urin oder in der Samenflüssigkeit
  • Schmerzen im Beckenbereich und in den Knochen

Ursachen und Risikofaktoren

Prostatakrebs hat keine eindeutig identifizierten Ursachen, aber es gibt einige bekannte Faktoren, die das Risiko einer Erkrankung erhöhen können:

  • Alter: Das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, steigt mit dem Alter. Männer über 50 haben ein erhöhtes Risiko, und dieses steigt mit zunehmendem Alter. Während die Gefahr, innerhalb der nächsten 10 Jahre zu erkranken, bei einem 35-Jährigen bei unter 0,1 Prozent liegt, steigt diese bei einem 75-Jährigen auf 5 Prozent.
  • Genetik und familiäre Veranlagung: Männer mit einer starken familiären Vorgeschichte haben ein höheres Risiko, dass sich ein Tumor an der Prostata entwickelt, vor allem wenn die Erkrankung bereits bei einem engen Verwandten aufgetreten ist.
  • Ernährung und Lebensstil: Eine Ernährung, die reich an tierischen Fetten ist, sowie Übergewicht, mangelnde körperliche Aktivität und der Konsum von Tabak und Alkohol können das Risiko erhöhen, dass sich Krebs im Körper bildet. Viel frische Luft, Bewegung und eine gesunde Ernährung bieten die Basis für ein gesundes Leben und minimieren ein gewisses Risiko.
  • Hormonelle Faktoren: Obwohl die genaue Rolle nicht klar ist, spielen Hormone wie Testosteron bei der Entstehung von Prostatakrebs eine Rolle.
  • Herkunft: Es gibt Hinweise darauf, dass Prostatakrebs bei Afroamerikanern überwiegend und aggressiver auftritt als bei Männern anderer Herkunftsgruppen.


Es ist wichtig zu betonen, dass das Vorhandensein von Risikofaktoren nicht zwangsläufig bedeutet, dass jemand Prostatakrebs entwickeln wird. Einige Menschen können trotz geringer oder keiner Risikofaktoren eine Krebsart entwickeln, während andere mit vielen Risikofaktoren möglicherweise nie betroffen sind. Wie bereits erwähnt sind die Früherkennung und regelmäßige ärztliche Untersuchungen wichtig, um die Krankheit rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Behandlungsmethoden bei der Diagnose Prostatakrebs

Ähnlich wie beim Brustkrebs bei der Frau, gibt es verschiedene Behandlungsansätze und Möglichkeiten, um das erkrankte Gewebe zu entfernen oder zu minimieren. Oft wird eine Kombination verschiedener Therapien eingesetzt, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen. Die gängigsten Therapien umfassen:

  • Beobachtendes Abwarten: Wenn der Prostatakrebs in einem frühen Stadium ist, kann es empfehlenswert sein, den Krebs zu überwachen, aber zunächst keine Behandlung zu beginnen, insbesondere bei langsam wachsenden Tumoren. Dies ermöglicht es, den Krebs im Auge zu behalten und erst mit der Behandlung zu beginnen, wenn er sich zu entwickeln scheint.
  • Operation: Die Prostatektomie ist eine Operation, bei der die Prostata chirurgisch entfernt wird. Männer können ohne dieses kleine Organ gut zurechtkommen.
  • Strahlentherapie: Dies beinhaltet die Bestrahlung der Prostata, um Krebszellen abzutöten.
  • Hormontherapie: Diese Therapie richtet sich gezielt darauf, die Produktion von Testosteron zu reduzieren oder dessen Auswirkungen auf Krebszellen zu blockieren, da Testosteron das Wachstum von Prostatakrebs fördern kann.
  • Chemotherapie: Sie wird in fortgeschrittenen Stadien eingesetzt, um Krebszellen zu zerstören, hauptsächlich, wenn sie sich bereits über die Prostata ausgebreitet haben.
  • Immuntherapie: Dies ist eine Behandlung, die das Immunsystem des Körpers nutzt, um die aggressiven Zellen anzugreifen und zu zerstören.
  • Gezielte Therapien: Diese Therapien richten sich gegen spezifische Merkmale, um das Wachstum der krank machenden Zellen zu hemmen oder zu stoppen.

Cannabis als Medizin bei Prostatakrebs

Der Einsatz von medizinischem Cannabis bei einer Krebserkrankung ist ein Thema, das weiterhin untersucht wird. Es gibt Hinweise darauf, dass Cannabis, insbesondere dessen Cannabinoide wie THC und CBD, bestimmte Wirkungen haben könnten, die bei der Behandlung von Krebs, von Interesse sein könnten. Spezielle aussagekräftige Studien gibt es aber derzeit, in Bezug auf Prostatakrebs, leider bisher nicht.

Es wurden allerdings verschiedene Untersuchungen in Labor- und Tierstudien durchgeführt, um potenzielle Auswirkungen verschiedener Cannabinoide auf Prostatakrebszellen zu erforschen. Dabei wurde festgestellt, dass diese Krebszellen häufig Cannabinoid-Rezeptoren auf ihrer Oberfläche aufweisen, die es den Cannabinoiden wie THC oder CBD, sowie körpereigenen Endocannabinoiden wie Anandamid ermöglichen, daran anzudocken und zu wirken. Das bedeutet, dass Cannabinoide die Entstehung, das Wachstum und die Ausbreitung der Krebszellen positiv beeinflussen könnten, wenn sie gezielt eingesetzt werden.

Die Tierstudien deuten darauf hin, dass die Wirkung von Cannabis, speziell die der Cannabinoide wie Cannabidiol (CBD), den Körper vor möglichen Nebenwirkungen bei einer Chemotherapie schützen können, während sie gleichzeitig die Krebszellen während der Behandlung zusätzlich schwächen. Es bedarf jedoch weiterer klinischer Studien, um festzustellen, ob sich diese Effekte auch bei Menschen zeigen.

Effekte von Cannabis bei Krebstherapien

Cannabis bei Krebs einzusetzen, kann signifikante Vorteile bringen, vor allem bei den Behandlungsmethoden und den oft schlimmen Nebenwirkungen.

  • Cannabis und deren Cannabinoide, wie CBD und THC, wird oft zur Schmerzlinderung eingesetzt. Patienten können von diesen schmerzlindernden Eigenschaften profitieren, insbesondere wenn konventionelle Schmerzmittel nicht ausreichend wirksam sind, diese zu hohe Nebenwirkungen mit sich bringen oder sich die Schmerzen zu chronischen Schmerzen entwickeln.
  • Cannabis regt den Appetit an, was bei einer Krebstherapie absolut hilfreich sein kann. Denn bei der Anwendung verschiedenen Therapieformen, vor allem bei einer Chemotherapie, stellt sich bei den Patienten oft Übelkeit und Erbrechen und/oder eine Appetitlosigkeit ein.
  • Cannabinoide besitzen entzündungshemmende Eigenschaften und können somit Entzündungen lindern, die bei einer Krebserkrankung auftreten können.

Vor einer Anwendung von Cannabis bei Prostatakrebs ist es ratsam, sich mit einem Onkologen oder einem qualifizierten Arzt zu beraten. Sie können über die potenziellen Vor- und Nachteile sowie über mögliche Wechselwirkungen mit anderen Behandlungen oder Medikamenten sprechen.

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FAQ

Was ist medizinisches Cannabis?

Medizinisches Cannabis ist ein Begriff, der sich auf die Verwendung von Cannabis oder Cannabisprodukten zur medizinischen Behandlung von Krankheiten und Symptomen bezieht.

Wer kann medizinisches Cannabis verschreiben?

Medizinisches Cannabis kann nur von Ärzten (mit Ausnahme von Zahn- und Tierärzten) verschrieben werden.

Welche Vorteile hat die Einnahme von medizinischem Cannabis?

Medizinisches Cannabis kann bei der Behandlung von Schmerzen, Übelkeit und Erbrechen, und anderen medizinischen Bedingungen wirksam sein.

Wie sollte man medizinisches Cannabis einnehmen?

Medizinisches Cannabis kann auf verschiedene Arten eingenommen werden, einschließlich der oralen Einnahme durch Kapseln oder Tropfen, inhalierter Verdampfung oder der Anwendung von topischen Produkten auf die Haut.

Wie sollte man die Dosierung von medizinischem Cannabis angehen?

Die Dosierung von medizinischem Cannabis sollte langsam und individuell angepasst werden, da die optimale Dosis von Patient zu Patient unterschiedlich sein kann.

Was sind mögliche Nebenwirkungen von medizinischem Cannabis?

Mögliche Nebenwirkungen von medizinischem Cannabis können Schwindel, Benommenheit, Müdigkeit, Verwirrung und Gedächtnisprobleme sein.

Können Patienten eine Überdosierung von medizinischem Cannabis erleiden?

Eine Überdosierung von medizinischem Cannabis ist unwahrscheinlich, da die meisten Produkte eine begrenzte Menge an Cannabinoiden enthalten und die individuelle Dosierung langsam titriert wird. Bei einer Überdosierung treten, Desorientierung, Übelkeit, Paranoia oder Halluzinationen auf.

Wie oft und wie viel medizinisches Cannabis sollte pro Tag eingenommen werden?

Die Häufigkeit und Menge der Einnahme von medizinischem Cannabis variiert von Patient zu Patient und hängt von der gewünschten Wirkung ab. Es wird empfohlen, die Dosis über einen längeren Zeitraum zu verteilen.

Wie lange dauert es, bis die Wirkung von medizinischem Cannabis eintritt?

Die Wirkung von medizinischem Cannabis kann je nach Art der Einnahme und individuellen Faktoren wie Stoffwechselgeschwindigkeit variieren. Die Wirkung kann innerhalb weniger Minuten bis zu einer Stunde eintreten.

Wie wirksam ist medizinisches Cannabis bei der Behandlung von verschiedenen Krankheiten und Symptomen?

Die Wirksamkeit von medizinischem Cannabis bei der Behandlung von verschiedenen Krankheiten und Symptomen kann von Patient zu Patient unterschiedlich sein. Es wird empfohlen, die individuelle Wirkung durch Experimentieren zu ermitteln.

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