
Inhaltsverzeichnis
Wichtigste Erkenntnisse
- Weniger als 1 % THC gelangt ins Wasser: Beim klassischen Aufbrühen geht durchschnittlich weniger als 1 % des THC in den Tee über.
- Fett erhöht die Extraktion, erschwert aber die Dosierung: Sahne, Milch oder Kokosöl steigern die THC-Extraktion auf 53–64 %, erschweren aber die genaue Dosierung.
- Decarboxylierung bei 100 °C ist unvollständig: Kochendes Wasser wandelt THCA nicht ausreichend in THC um – eine Vorbehandlung im Backofen (105–120 °C) verbessert die Wirksamkeit.
- Cannabis-Tee eignet sich als sanfte Mikrodosis-Therapie: Die niedrige Bioverfügbarkeit macht Cannabis-Tee ohne Fett ideal für milde, kontrollierte Wirkungen.
- Rezeptpflicht und ärztliche Begleitung sind Pflicht: Medizinischer Cannabis-Tee erfordert in Deutschland eine ärztliche Verschreibung.
Cannabis-Tee gilt allgemein als milde Alternative zum Inhalieren oder zur Einnahme von Extrakten. Hierzu haben Studien des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) gezeigt, dass beim klassischen Aufbrühen von Hanftee (Nutzhanf) nur weniger als 1 % des darin enthaltenen THCs in den Tee gelangt.
Das liegt daran, dass die Cannabinoide wie THC kaum wasserlöslich sind (1) und somit nur mit heißem Wasser kaum extrahiert werden können.
Doch was zunächst wie ein Nachteil oder gar Verschwendung klingt, kann auf der anderen Seite auch therapeutische Möglichkeiten ermöglichen. Denn die geringe Bioverfügbarkeit macht Cannabis-Tee zu für die Patienten interessant, die eine milde, kontrollierte Wirkung suchen.
Doch wie kann man den Tee richtig zubereiten? Welche Rolle könnte die Decarboxylierung spielen? Und warum kann ein Schuss Sahne oder Milch den Wirkstoffgehalt zum einen vervielfachen und aber auch zur Dosierungsfalle werden? Dieser Artikel führt dich durch alle wichtigen Aspekte der medizinischen Cannabis-Tee-Therapie, von der Verschreibung bis hin zur korrekten Zubereitung zuhause.
Was unterscheidet medizinischen Cannabis-Tee von anderen Darreichungsformen?
Der entscheidende Faktor, der den medizinschen Tee mit Cannabis von anderen Anwendungsformen unterscheidet, ist die Wasserlöslichkeit. Denn THC und andere Cannabinoide, wie Cannabidiol, sind stark lipophil, also fettlöslich, und lösen sich kaum in Wasser.
- Eine Studie des BfR (Bundesamt für Risikobewertung) unter Leitung von Nadja Triesch untersuchte in diesem Zusammenhang 23 verschiedene Hanftee-Sorten (Nutzhanf).
- Das Ergebnis der Forschung war überraschend, da im Durchschnitt nur etwa 0,5 % des Cannabinoids Δ9-Tetrahydrocannabinol beim Aufbrühen in den Tee-Aufguss übergehen (1).
- Die Cannabinoidsäuren wie THCA hingegen weisen eine höhere Übertragungsrate auf, da die Carboxylgruppe ihre Wasserlöslichkeit verbessert.
- Hinzu kommt, dass die im Wasser gelösten Wirkstoffe eine vergleichsweise geringe Bioverfügbarkeit haben. Während beim Verdampfen oder Rauchen bis zu 56 % des THC über die Lunge in den Blutkreislauf gelangen, erreichen bei der oralen Aufnahme der Cannabinoide im Wasser nur 6–20 % des Wirkstoffs ihre Zielorte im Körper (2).
Diese Eigenschaften machen Cannabis-Tee ohne Fettzusatz im Vergleich zu einer besonders sanften Darreichungsform. Im Gegensatz zu Edibles wie Cannabis-infundierten Backwaren, bei denen durch Fett und Hitze höhere THC-Konzentrationen erreicht werden, bietet der reine wässrige Aufguss eine Art natürliche Mikrodosierung.
Wie erhält man Cannabis-Tee auf Rezept in Deutschland?
Seit März 2017 können Ärzte in Deutschland Cannabis als Medizin verschreiben, wenn eine schwerwiegende Erkrankung vorliegt. Für Cannabis-Tee aus medizinischen Blüten gelten dieselben rechtlichen Voraussetzungen wie für andere Cannabis-Medikamente und Zubereitungen. Cannabis-Tee gilt dabei als Rezepturarzneimittel, das individuell für den Patienten zubereitet wird.
Der Weg zum Rezept:
- Ärztliche Beratung: Zunächst erfolgt eine ausführliche Anamnese bei einem Arzt, der idealerweise auf Cannabismedizin spezialisiert ist. Die Indikation muss zudem medizinisch begründet sein.
- Rezeptausstellung: Der Arzt stellt ein Rezept aus, das alle wichtigen Angaben wie genauer Name und Menge der Cannabisblüten sowie die Zubereitungsform enthält. Auch die Tagesdosis wird individuell festgelegt und auf dem Rezept festgeahlten.
- Einlösung in der Apotheke: Das Rezept wird in einer Apotheke eingelöst, die medizinisches Cannabis führt. Die Apotheke kann ebenfalls Zubereitungshinweise mitgeben (3).
- Kostenübernahme: Die Krankenkasse übernimmt die Kosten unter bestimmten Voraussetzungen, wobei der Weg zur Kostenübernahme von vielen Antragstellern als kompliziert und mühselig beschrieben wird. Bei Ablehnung besteht immer die Möglichkeit des Widerspruchs.

Welche Dosierung wird für medizinischen Cannabis-Tee empfohlen?
Die Dosierung von Cannabis-Tee orientiert sich immer am individuellen Bedarf des Patienten und wird in Absprache mit dem behandelnden Arzt festgelegt. Typischerweise werden pro Tasse 0,5 bis 1 Gramm Cannabisblüten verwendet, abhängig vom THC- und CBD-Gehalt der Sorte und der Erkrankung.
Beispielrechnung für eine Tasse Tee:
Bei einer Cannabissorte mit 20 % THC-Gehalt enthält 1 Gramm theoretisch 200 mg THC. Da jedoch beim Aufbrühen ohne Fettzusatz weniger als 1 % in den Tee übergeht, landen nur etwa 1–2 mg THC im Aufguss. Diese Menge liegt deutlich unter einer typischen Inhalationsdosis von 5–10 mg und erklärt, warum Cannabis-Tee als milde Einsteigerdosis gilt.
Wichtige Hinweise zur Dosierung:
- Langsam beginnen: Gerade Neupatienten sollten mit niedrigen Mengen starten und die Dosis schrittweise anpassen.
- Wirkungseintritt abwarten: Die Wirkung setzt erst nach 30 Minuten bis 2 Stunden ein. Deswegen sollte niemals voreilig nachdosiert werden.
- Dokumentation: Ein Therapietagebuch hilft, die optimale persönliche Dosis zu finden.
Die ABDA (Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände) weist darauf hin, dass oral angewendetes Cannabis höhere Dosen erfordert als inhaliertes, wobei dies bei der Tee-Zubereitung durch die geringe Extraktion noch verstärkt wird (4).
Warum ist die Decarboxylierung bei Cannabis-Tee so wichtig?
Die Decarboxylierung ist der entscheidende Prozess, der die inaktiven Cannabinoidsäuren (THCA, CBDA) in ihre aktiven Formen (THC, CBD) umwandelt. Ohne diesen Schritt bleibt ein Großteil des therapeutischen Potenzials ungenutzt.
In der frischen Cannabispflanze liegt THC überwiegend als THCA vor. THCA ist eine Vorstufe, die selbst keine psychoaktiven Effekte auslöst. Erst durch Hitze wird ein CO2-Molekül abgespalten und aktives THC entsteht. Das Problem bei der klassischen Teezubereitung ist, dass bei 100 °C (Siedetemperatur von Wasser) die Decarboxylierung nur sehr langsam und unvollständig stattfindet (5). Das bedeutet: Der reine Wasseraufguss enthält überwiegend die nicht-psychoaktive Säureform.
Zwei Wege zur Decarboxylierung:
Für die Decarboxylierung gibt es bei Tee zwei Möglichkeiten, die wir aufgrund von Harm Reduction und Aufklärung hier vorstellen. Die Indiekation des Arztes sollte auf keinen Fall eigenmächtig verändert werden.
Methode 1: Vorab im Backofen

Methode 2: Lange Kochzeit
Wer die Blüten direkt im Wasser erhitzt, sollte diese mindestens 60 Minuten bei 95–100 °C köcheln lassen. Dies ermöglicht eine teilweise Decarboxylierung, wenngleich sie weniger effektiv ist als die Backofen-Methode (6).
Wie kann wirkungsvollerer Cannabis-Tee zubereitet werden?
Ein wirkungsvoller Cannabis-Tee erfordert die Berücksichtigung zweier zentraler Faktoren: Decarboxylierung und Fettlöslichkeit. Im Folgenden findest du aber nur eine Rezeptvariante für Tee ohne Fettzusatz wie Milch oder Sahne, da die Mischung mit Fett die Dosierung schwer zu steuern macht und dies medizinisch nicht begleitet beziehungsweise vorgesehen ist für die Cannabis Tee Zubereitung.
Zubereitung von Cannabis-Tee nur mit Wasser
Zutaten:
- 0,5–1 g Cannabis (idealerweise vordecarboxyliert)
- 250 ml kochendes Wasser
Zubereitung:
- Blüten in ein Teesieb oder einen Filter geben
- Mit heißem Wasser übergießen
- Zugedeckt 15–20 Minuten ziehen lassen
- Abseihen und in kleinen Schlücken trinken
Wie beeinflusst Fettzusatz die Bioverfügbarkeit und warum ist das ein Dosierungsproblem?
Die Zugabe von Fett zum Cannabis-Tee verändert die Extraktion dramatisch, allerdings mit zweischneidigem Effekt. Eine aktuelle Studie im Journal of Agricultural and Food Chemistry zeigte: Mit Sahne stieg die THC-Extraktion von unter 2 % auf 53–64 % (7). Was zunächst vorteilhaft klingt, birgt erhebliche Risiken.
Warum Fett die Extraktion verbessert:
THC ist stark lipophil – es löst sich viel besser in Fett als in Wasser. Kokosöl, Sahne oder Butter fungieren als „Träger", die die Cannabinoide aus dem Pflanzenmaterial herauslösen. Die Fetttröpfchen binden das THC und transportieren es in den Aufguss.
Das Dosierungsproblem:
- Ungleichmäßige Verteilung: Das Fett schwimmt teilweise oben, sodass verschiedene Schlücke unterschiedliche THC-Konzentrationen haben können.
- Variierende Extraktionsraten: Je nach Fettart, Menge und Kochdauer schwankt die tatsächlich extrahierte THC-Menge erheblich.
Welche Rolle spielen Terpene bei Cannabis-Tee?
Neben Cannabinoiden enthalten Cannabisblüten auch Terpene. Diese sind aromatische Verbindungen, die für den charakteristischen Geruch und Geschmack der verschiedenen Sorten verantwortlich sind.
- Jede Cannabissorte besitzt ein einzigartiges Terpenprofil: Während manche Sorten zitrusartige Noten durch Limonen aufweisen, dominieren bei anderen erdige oder pinienartige Aromen durch Myrcen oder Pinen.
- Diese Terpenvielfalt ermöglicht es, das Geschmackserlebnis des Cannabis-Tees gezielt zu beeinflussen, von fruchtig-frisch bis erdig, grasig, oder würzig-herb.

Doch Terpene könnten vermutlich mehr als nur Aromastoffe sein. Denn es gibt Ansätze in der Forschung, die den Terpenen noch mehr zuschreiben als nur den Duft oder Geschmack:
- Der Neurologe Dr. Ethan Russo beschrieb 2011 in einer einflussreichen Übersichtsarbeit die sogenannte Entourage-Hypothese.Demnach könnten Terpene und Cannabinoide synergistisch zusammenwirken und sich in ihrer therapeutischen Wirkung gegenseitig verstärken oder modulieren (8).
- So wird beispielsweise vermutet, dass bestimmte Terpene wie Linalool beruhigend wirken oder dass β-Caryophyllen entzündungshemmende Eigenschaften besitzt.
- Obwohl die wissenschaftliche Evidenz für diese Synergien noch begrenzt ist, legt die Entourage-Hypothese nahe, dass die Wahl der Cannabissorte nicht nur den Geschmack, sondern möglicherweise auch die Art der Wirkung des Tees beeinflussen kann.
Patienten können deshalb in Absprache mit dem Arzt mit verschiedenen Cannabissorten und deren Terpenen experimentieren. Dadurch könnten sie zum einen den gewünschten Geschmack zu erhalten und möglicherweise die Wirkung des Tees für ihre Bedürfnisse anpassen.
Was ist bei Wirkungseintritt, Wirkdauer und beeinflussenden Faktoren zu beachten?
Die Pharmakokinetik von Cannabis-Tee unterscheidet sich deutlich von inhaliertem Cannabis. Die Wirkstoffe durchlaufen bei oraler Aufnahme den Magen-Darm-Trakt und werden in der Leber metabolisiert, bevor sie ins Gehirn gelangen.
Die Wirkung von Cannabis-Tee tritt ohne Fettzusatz nach 30–90 Minuten, mit Fettzusatz nach 45 Minuten bis 2 Stunden ein. Die Aufnahme über die Mundschleimhaut durch langsames Trinken in kleinen Schlücken kann den Wirkungseintritt beschleunigen.

Wie man in der Infografik erkennen kann, kann die Wirkdauer der oralen Einnahme von 4–8 Stunden, teilweise bis zu 12 Stunden anhalten. Im Vergleich zum Inhalieren ist sie damit deutlich länger. Denn der First-Pass-Metabolismus in der Leber wandelt THC zu 11-Hydroxy-THC um, das selbst psychoaktiv wirkt und die Wirkdauer verlängert (4)
Folgende Faktoren können den Wirkungseintritt und die Wirkdauer beeinflussen:
- Nahrungsaufnahme: Auf nüchternen Magen tritt die Wirkung schneller ein, kann aber intensiver ausfallen
- Stoffwechsel: Individuelle Unterschiede in der Leberenzym-Aktivität beeinflussen Abbaugeschwindigkeit und Intensität
- Körpergewicht und Toleranz: Cannabis-Neulinge reagieren allgemein empfindlicher
- Cannabissorte: THC-dominant, CBD-dominant oder ausgewogen – das Verhältnis beeinflusst die Wirkqualität
Welche Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sind möglich?
Aufgrund des geringen Übergangs des THCs ins Wasser gilt Cannabis-Tee als vergleichsweise mild, dennoch können Nebenwirkungen auftreten. Dies gilt vor allem bei unsachgemäßer Dosierung oder Fettzusatz während der Zubereitung.
Außerdem wird Cannabis über die Leberenzyme CYP2C9, CYP2C19 und CYP3A4 abgebaut. Medikamente, die dieselben Enzyme nutzen, können in ihrer Wirkung verstärkt oder abgeschwächt werden (9).
Die folgende Tabelle gibt dir eine groben Überblick über mögliche Nebenwirkungen, Wechselwirkungen und absolute Kontraindikationen:
| Sicherheitsaspekt | Details |
| Mögliche Nebenwirkungen: Leichte bis moderate unerwünschte Effekte | Müdigkeit, Schläfrigkeit, Mundtrockenheit, Schwindel, Benommenheit, Stimmungsveränderungen, erhöhter Appetit |
| Bei Überdosierung: Schwerwiegendere Symptome bei zu hoher Dosis | Angst, Übelkeit, Herzrasen |
| Medikamenten-Wechselwirkungen: Abbau über Leberenzyme CYP2C9, CYP2C19, CYP3A4 kann andere Medikamente beeinflussen | Blutverdünner (Warfarin), Antidepressiva, Benzodiazepine, Opioide, Antibiotika |
| Absolute Kontraindikationen: Personengruppen, die Cannabis nicht verwenden sollten | Schwangere, Stillende, Personen mit Psychosen/Schizophrenie, schweren Herzerkrankungen, Kinder und Jugendliche |
Wichtig:
Wichtig: Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Vor der Anwendung von Cannabis-Tee sollte immer Rücksprache mit dem behandelnden Arzt gehalten werden.
Wie lagert man Cannabisblüten und zubereiteten Tee richtig?

Die korrekte Lagerung ist entscheidend für Wirkstoffgehalt und Hygiene. Cannabinoide sind empfindlich gegenüber Licht, Wärme und Sauerstoff.
Lagerung von Cannabisblüten:
- Kühl und dunkel: Idealerweise bei 15–21 °C in einem lichtgeschützten Behälter
- Luftdicht: Einmachgläser mit Gummidichtung oder spezielle Cannabis-Dosen
- Trocken: Relative Luftfeuchtigkeit von 55–62 % (Boveda-Packs können helfen)
- Haltbarkeit: Bei optimaler Lagerung 6–12 Monate ohne signifikanten Wirkstoffverlust
Lagerung von zubereitetem Cannabis-Tee:
- Kühlschrank: Maximal 2 Tage in einem verschlossenen Behälter
- Einfrieren: Bis zu 2 Wochen möglich, allerdings mit potenziellem Aromaverlust
- Nicht bei Raumtemperatur: Bakterienwachstum und Wirkstoffabbau beschleunigen sich
Hygiene-Tipps:
- Saubere Utensilien verwenden
- Hände vor dem Umgang mit Blüten waschen
- Verschimmelte Blüten niemals verwenden
- Fermentationsgeruch oder ungewöhnliche Verfärbungen sind Warnzeichen
Fazit
Cannabis-Tee ist eine Darreichungsform, die ihre Stärke paradoxerweise aus einer vermeintlichen Schwäche zieht. Denn die geringe Wasserlöslichkeit von THC macht ihn zu einer Option für eine kontrollierte Mikrodosierung. Eine Studie des BfR zeigt, dass beim klassischen Aufbrühen von Hanftee weniger als 1 % des vorhandenen THCs in den Aufguss übergeht. Damit kann diese natürliche Dosierungsbremse für viele Patienten zum Vorteil werden.
Die Zugabe von Fett kann die Extraktion zwar auf über 50 % steigern, macht den Tee jedoch schwer dosierbar und erhöht das Risiko unbeabsichtigter Überdosierungen. Für eine wirksamere Therapie ist zudem die Decarboxylierung entscheidend, zum Beispiel vorab im Backofen, da kochendes Wasser allein THCA nicht ausreichend in aktives THC umwandelt.
Cannabis-Tee eignet sich vor allem für Patienten, die eine sanfte, lang anhaltende Wirkung suchen und das Inhalieren vermeiden möchten. Die Anwendung sollte jedoch ausschließlich nach ärztlicher Verordnung erfolgen.
Rechtlicher Hinweis
Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Die Anwendung von Cannabisprodukten zu therapeutischen Zwecken sollte nur in Absprache mit qualifiziertem medizinischem Fachpersonal erfolgen. Es wird keine Haftung für Schäden oder Nebenwirkungen übernommen, die durch unsachgemäßen Gebrauch entstehen können. Weder werden Heil- oder Wirkversprechen gegeben, noch soll die Nutzung ohne ärztlichen Rat angeregt werden. Nutzer sind verpflichtet, die in ihrer Region geltenden gesetzlichen Bestimmungen zu beachten und eigenverantwortlich zu handeln.
Quellen
- Triesch, N. u. a. (2023): Cannabinoid contents in hemp teas and estimation of their transfer into tea infusions. Food Additives & Contaminants: Part A.
- Huestis, M. A. (2007): Human Cannabinoid Pharmacokinetics. Chemistry & Biodiversity 4(8), S. 1770–1804.
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (2023): Cannabis als Medizin.
- ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (2023): Standardzulassungen und Rezepturhinweise für Cannabisblüten.
- Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin e.V. (2018): Die optimale Decarboxylierung von THC und CBD durch Erhitzung.
- Hazekamp, A. u. a. (2007): Cannabis tea revisited: A systematic evaluation of the cannabinoid composition of cannabis tea. Journal of Ethnopharmacology 113(1), S. 85–90.
- Journal of Agricultural and Food Chemistry (2024): Tea Prepared from Dried Cannabis: What Do We Drink?
- Russo, E. B. (2011): Taming THC: potential cannabis synergy and phytocannabinoid-terpenoid entourage effects. British Journal of Pharmacology 163(7), S. 1344–1364.
- Bundesinstitut für Risikobewertung (2018): Tetrahydrocannabinolgehalte sind in vielen hanfhaltigen Lebensmitteln zu hoch – gesundheitliche Beeinträchtigungen sind möglich. Stellungnahme Nr. 034/2018.










