
Wichtigste Erkenntnisse
- Burgersauce mit High-Effekt. So kocht man mit Cannabis!
- Die Decarboxylierung ist entscheidend, da ohne die Aktivierung von THCA durch Hitze Cannabis Edibles wirkungslos bleiben.
- Die Zubereitungszeit beträgt 20 Minuten. Es geht also schnell!
- Dieses Rezept lässt sich ganz einfach auch vegan abwandeln, wenn man auf tierische Produkte verzichten möchte.
- Die Burgersauce lässt sich für 1-2 Tage im Kühlschrank lagern.
Diese aromatische Burgersauce ist schnell zubereitet, und eignet sich mit einer cremigen Konsistenz, ideal für Burger, Sandwiches oder auch einfach als Dip für die Beilage beim nächsten Grillen. Das Besondere? Durch den Zusatz von MCT-Öl wird aus einer normalen Burgersauce im Handumdrehen ein grüne Leckerei aus der Küche für Erwachsene.
In diesem Artikel erklärt, wie Cannabis einfach in eine Burgersoße verarbeitet werden kann, worauf man bei der Dosierung achten sollte und welche Regelungen akutell in Deutschland zur Herstellung von Edibles gelten.
Wichtiger Hinweis
Die Herstellung von Cannabis-Edibles für den Eigenkonsum ist zum Beispiel in Kanada erlaubt, bewegt sich in Deutschland aber in einer rechtlichen Grauzone.
- Viele Fachanwälte für Strafrecht vertreten die Auffassung, dass auch die Herstellung für den Eigenkonsum nach § 34 KCanG strafbar ist. Wir raten ausdrücklich von der Herstellung von Cannabis-Edibles in Deutschland ab.
- Im Sinne der Schadensminimierung (Harm Reduction) stellen wir aber präzise Informationen zur Verfügung, nicht als Aufforderung, sondern als Sicherheitsinformation für Personen, die sich bereits entschieden haben. Leider stellen viele Menschen Edibles ohne ausreichende Kenntnisse her, was oft zu ungleichmäßiger Verteilung des Wirkstoffs und zu Überdosierungen führt.
- Grundsätzlich sollte man unbedingt beachten, dass das Produkt oder Inhaltsstoffe des Produktes mit Cannabinoiden niemals in die Hände von Kindern oder Jugendlichen gelangen. Die akute Wirkung von Cannabis kann für diese situationsbedingt besonders gefährlich sein. Handle stets verantwortungsbewusst.
- Die Weitergabe von Cannabis-haltigen Lebensmitteln an Dritte, gewerblich oder auch privat, ist nach wie vor eindeutig verboten.
Wie macht man eine Cannabis-infused Burgersauce?

Die Sauce benötigt etwa zwanzig Minuten Zubereitungszeit und ist leicht herzustellen. Man kann sie also während das Fleisch oder der Fleischersatz auf dem Grill liegt, schnell zusammenrühren. Aufgrund der frischen Zutaten empfiehlt es sich, sie im Kühlschrank aufzubewahren, wo sie ein bis zwei Tage haltbar bleibt. Wer auf tierische Produkte verzichten möchte, kann hier auch vegane Mayonnaise nehmen und das Rezept problemlos abwandeln.
Zutaten
- 1 Eigelb oder (vegane) 2 El Mayonnaise
- 1 EL Essig
- 2 gestrichene TL Zucker
- 1 gehäufter TL mittelscharfer (Dijon) Senf
- 75 ml Cannabis-Speiseöl (MCT Öl) oder Sonnenblumenöl
- 50 g Ketchup
- 30 g Metzgerzwiebel (püriert)
- 15 g Gewürzgurke (fein gehackt)
- 1 EL Petersilie (gehackt)
- 1 gestrichener TL Salz
- 2 TL Zitronensaft
- 1 Zehe Knoblauch
- optional: Worcestersauce oder Sojasauce
Hier findest du das Video zu der Burgersauce mit Marihuana, in dem Max Buechse erklärt, wie es geht:
Zubereitung
Im Folgenden erklären wir die Zubereitungsweise der Burgersauce mit extra "grünem-taste", wobei man diese natürlich auch einfach ohne Cannabis zubereiten kann. Für die grüne Variante ist es sinnvoll, MCT-Öl anstelle von normalem Pflanzenöl zu verwenden, wobei man auch andere Öle mit Cannabis anreichern kann.
Tipp: Wenn man die Burgersauce in einem Einmachglas ansetzt und zubereitet, spart man Geschirr und kann sie auch direkt darin im Kühlschrank für den Verzehr lagern.
Schritt 1: Vorbereitung der frischen Zutaten
- Die Gewürzgurke und die Petersilie sehr feinhacken.
- Die Metzgerzwiebel pürieren oder ebenfalls fein hacken.
- Die Knoblauchzehe wird sehr fein zerkleinern, damit sie sich später gut in der Sauce verteilt.
Schritt 2: Basis vermischen
- Das Eigelb, den Essig, den Zucker, den Senf und das Öl in eine Schüssel geben.
- Alles gründlich miteinander verrühren, bis eine glatte, leicht gebundene Masse entsteht.
- Diese Mischung bildet die Grundlage der Sauce.
Schritt 3: Tomatenketchup und Aromakomponenten hinzufügen
- Den Tomatenketchup, die pürierte Zwiebel, die gehackte Gewürzgurke, die Petersilie sowie Salz und Zitronensaft hinzugeben.
- Alles sorgfältig vermischen, damit sich die Zutaten und Geschmäcker gleichmäßig verbinden.
Schritt 4: Durchziehen lassen
- Die Burgersauce für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank stellen.
- In dieser Zeit können sich die Aromen intensiv miteinander verbinden, wodurch der Geschmack noch harmonischer wird.
- Vor dem Servieren nochmal mit Pfeffer und Salz abschmecken.
Kleiner Exkurs: Die Decarboxylierung für das Cannabis Öl
Die Decarboxylierung ist ein chemischer Prozess, bei dem z.B. durch Hitzeeinwirkung eine Kohlenstoffdioxid-Gruppe von der THCA-Säure abgespalten wird, um das psychoaktive THC zu aktivieren. In der rohen Cannabispflanze liegt THC fast ausschließlich als THCA (Tetrahydrocannabinolsäure) vor, welches keine berauschende Wirkung besitzt (1). Ohne diesen Schritt würden die Sauce zwar nach Cannabis schmecken, aber keine starke psychoaktive Wirkung entfalten.
So minimierst du das Risiko einer Überdosierung

Die richtige Dosierung bei der Zubereitung ist entscheidend für die Risikominimierung der psychoaktiven Wirkung. Die Wirkung von Edibles tritt verzögert ein, was das Risiko einer Überdosierung erhöht. Aus Gründen der Schadensminderung ist es unerlässlich, die Prinzipien einer sicheren Dosierung zu verstehen:
- Verzögerter Wirkeintritt: Die Wirkung tritt erst nach 30 bis 120 Minuten ein. Ungeduldiges Nachdosieren ist sehr gefährlich und führt oft zu starken Überdosierungen.
- "Start low, go slow": Internationale Leitfäden zur sicheren Anwendung von Cannabis Edibles empfehlen für unerfahrene Personen eine theoretische Anfangsdosis von maximal 2,5 bis 5 mg THC. Es ist essenziell, nach einer solchen eingenomenen Dosis mindestens zwei Stunden (besser drei) zu warten, um die volle Wirkung abzuschätzen, bevor eine weitere Einnahme überhaupt in Erwägung gezogen wird.
- Unbekannte Stärke: Bei selbst hergestellten Produkten ist die genaue Konzentration unbekannt. Daher sollte die erste Dosis immer weit unter der geschätzten Zieldosis liegen, um die Potenz des Produkts sicher zu testen.
- Risiken einer Überdosierung: Eine zu hohe Dosis kann schwere Nebenwirkungen wie Schwindel, Übelkeit, Verwirrung, Bewusstseinsveränderung, intensive Angst und Panikattacken und damit Gefahren in vielen Alltagssituationen wie im Straßenverkehr mit sich bringen.
Fazit
Diese Burgersauce ist nicht nur schnell zubereiten, sondern auch geschmacklich überzeugend und äußerst anpassungsfähig. Sie lässt sich durch den Austausch der Mayonnaise leicht in eine vegane Variante verwandeln und auch für andere Ernährungsweisen, etwa durch den Einsatz von Zuckeralternativen, modifizieren.
Die optionale Anreicherung mit Cannabis-MCT-Öl verleiht ihr eine grüne Note, erfordert jedoch einen verantwortungsvollen Umgang. Hierbei ist zu beachten, dass die Herstellung von Cannabis-Edibles in Deutschland eine rechtliche Grauzone darstellt und von vielen Juristen als strafbar angesehen wird. Die Weitergabe an Dritte auch privat ist eindeutig verboten.
Für eine sichere Anwendung sind der verzögerte Wirkungseintritt (30-120 Minuten) und die schwer einschätzbare Wirkstoffkonzentration zu berücksichtigen. Eine vorsichtige Dosierung ist daher unerlässlich, um das Risiko von Überdosierungen und unerwünschten Nebenwirkungen wie Schwindel oder Angstzuständen zu minimieren. Das Rezept bietet somit eine vielseitige Basis, deren optionale Erweiterung, sowohl fundiertes Wissen, als auch ein Bewusstsein für die rechtlichen Rahmenbedingungen voraussetzt.
Rechtlicher Hinweis
Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt weder eine Rechtsberatung noch eine Aufforderung zum Kauf oder Konsum von Cannabis dar. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte wird keine Gewähr übernommen.
Quellen
- Wang, M., et al. (2016). Decarboxylation Study of Acidic Cannabinoids: A Novel Approach Using Ultra-High-Performance Supercritical Fluid Chromatography/Photodiode Array-Mass Spectrometry. Cannabis and Cannabinoid Research, 1(1), 262-271.










