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Sea of Green (SOG) Methode: Schneller Cannabis-Anbau mit maximaler Flächennutzung

Froschperspektive von unten durch drei Cannabispflanzen in einem Indoor-Growzelt nach oben – LED-Growlampe leuchtet durch das Blätterdach.

Wichtigste Erkenntnisse

8 Minuten Lesezeit
  • Die Sea of Green (SOG) Methode erzielt auf kleinem Raum hohe Erträge, indem viele kleine Pflanzen eng bepflanzt werden.
  • Statt in die Höhe wächst hier die Breite entscheidend mit. Das Ziel ist ein gleichmäßiges, geschlossenes Blätterdach mit optimaler Ausleuchtung.
  • Die Methode eignet sich besonders für Indoor-Growing mit begrenztem Platzangebot oder niedrigen Räumen.
  • Da die Blütephase früh eingeleitet wird, verkürzen sich die Anbauzyklen, sodass mehrere Ernten pro Jahr möglich sind.
  • Stecklinge einer einzigen Mutterpflanze liefern die gleichmäßigsten Ergebnisse, aber auch Samen und bestimmte Autoflower-Sorten lassen sich unter bestimmten Voraussetzungen einsetzen.

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Die Sea of Green (SOG) Methode ist eine der effizientesten Anbautechniken, um auf kleiner Fläche viel Ertrag herauszuholen. Anstelle von wenigen großen Pflanzen setzt du auf zahlreiche kleine Cannabispflanzen, die gemeinsam ein dichtes, grünes Blätterdach bilden – daher der Name „Meer aus Grün". Die vegetative Wachstumsphase nimmt bei den meisten Anbaumethoden mehrere Wochen in Anspruch, in denen die Pflanze noch keinen Ertrag liefert.
Genau hier setzt SOG an: Die Setzlinge bleiben klein und wandern schon nach ein bis zwei Wochen in die Blüte, was den gesamten Anbauzyklus spürbar verkürzt. Die Methode ist außerdem gut geeignetg für beengte Platzverhältnisse und kann für spürbar mehr Ertrag pro Quadratmeter sorgen, ganz ohne aufwendige Trainingstechniken.

Was ist die SOG-Methode überhaupt?

Die Sea of Green Methode, kurz SOG, ist eine Indoor-Anbautechnik, bei der viele kleine Pflanzen eng beieinander platziert werden, sodass sie gemeinsam ein lückenloses Blätterdach bilden. Statt wie bei klassischen Anbauarten lange in der Wachstumsphase zu verweilen, verfolgt SOG das Prinzip einer kurzen Vegetationszeit und eines frühen Übergangs in die Blütephase. Der Gedanke dahinter ist simpel: Viele kleine Pflanzen benötigen weniger Zeit bis zur Ernte, liefern aber trotzdem einen beachtlichen Ertrag pro Quadratmeter.

Wann wendet man die Sea of Green Technik an?

SOG eignet sich besonders dann, wenn Platz und Zeit die begrenzenden Faktoren im Indoor Grow Room sind.

Konkret lohnt sich die Methode, wenn du

  • wenig Platz zur Verfügung hast, etwa in einem Zelt oder auf kleiner Anbaufläche,
  • mehrere Ernten pro Jahr erzielen möchtest,
  • Zugang zu gesunden, gleichmäßig gewachsenen Stecklingen hast,
  • eine einheitliche Pflanzenstruktur bevorzugst,
  • und auf schnelle Ergebnisse aus bist.

Auch für kommerzielle Anbauten in legalisierten Ländern ist SOG beliebt, da sie die Raumnutzung optimiert und konstante Ergebnisse liefert. Im Gegensatz zum SCROG-Verfahren, bei dem einzelne Pflanzen trainiert und über ein Netz in die Breite gezogen werden, setzt SOG auf Masse statt auf wenige, stark trainierte Einzelpflanzen. Mehr zu diesem Unterschied liest du weiter unten im Vergleich der beiden Methoden.

Im privaten deutschen Homegrow gilt dabei eine wichtige Einschränkung: Nach § 3 KCanG darfst du maximal 3 lebende Cannabispflanzen pro erwachsener Person an deinem Wohnsitz anbauen. Das SOG-Prinzip lässt sich damit zwar problemlos umsetzen, allerdings in deutlich kleinerem Maßstab als im kommerziellen Anbau. Leben mehrere volljährige Personen im selben Haushalt, darf jede von ihnen zusätzlich bis zu 3 eigene Pflanzen anbauen.

Stecklinge, Samen oder Autoflower: Was eignet sich für SOG?

Für ein klassisches SOG-Setup sind Stecklinge einer einzigen Mutterpflanze die erste Wahl, da alle Pflanzen dadurch genetisch identisch sind und gleich schnell wachsen. Diese Gleichmäßigkeit ist entscheidend, denn ungleich hohe Pflanzen blockieren sich gegenseitig das Licht und stören das geschlossene Blätterdach, das den SOG-Effekt erst ausmacht.

Samen sind grundsätzlich ebenfalls möglich, bringen aber ein Problem mit sich: Selbst innerhalb derselben Sorte keimen und wachsen einzelne Pflanzen unterschiedlich schnell, was die angestrebte Gleichmäßigkeit erschwert. Wer dennoch mit Samen arbeiten möchte, sollte auf eine stabile, wenig streuende Genetik setzen und die Pflanzen nach Wuchshöhe sortieren, um Lichtkonkurrenz zu vermeiden.

Auch Autoflower-Sorten lassen sich für SOG nutzen, allerdings mit klaren Einschränkungen. Da Autoflowering-Pflanzen unabhängig vom Lichtzyklus in die Blüte übergehen, funktioniert die Technik hier nur, wenn ausschließlich eine einzige Sorte mit vergleichbarem Wuchsverhalten verwendet wird und die Beleuchtung durchgehend konstant bleibt. Weil Autoflower nicht wie photoperiodische Sorten in der Wachstumsphase durch Beschneiden oder Entfernen unterer Triebe gesteuert werden können, ist die Fehlertoleranz insgesamt geringer.

Wie funktioniert die Sea of Green Methode Schritt für Schritt?

Der Ablauf von SOG folgt einem klaren Muster: viele gleich große Setzlinge, kurze Vegetationsphase, früher Blüteumstieg. Die folgenden Schritte zeigen dir, worauf es beim Aufbau ankommt.

Schritt 1: Stecklinge vorbereiten

Am besten eignen sich mehrere Stecklinge derselben Mutterpflanze, da sie dadurch gleichzeitig und gleichmäßig wachsen. Wie du überhaupt an kräftige, gesunde Stecklinge kommst, hängt stark davon ab, wie gut die Mutterpflanze zuvor gepflegt wurde.

Drei junge Cannabisstecklinge in Steinwollwürfeln unter einer Anzuchtlampe, eine Hand hält einen Steckling zur Kontrolle.

Schritt 2: Topfgröße und Pflanzenzahl festlegen

Die Topfgröße bestimmt maßgeblich, wie hoch deine Pflanzen am Ende werden: In einem 4- bis 6-Liter-Topf bleiben Pflanzen meist bei etwa 30 bis 50 Zentimetern Endhöhe, was für ein kompaktes SOG-Setup ideal ist. Je nach Topfgröße und Erfahrung liegt eine sinnvolle Dichte zwischen 4 und 16 Pflanzen pro Quadratmeter. Mehr Pflanzen bedeuten zwar potenziell mehr Ertrag, erhöhen aber auch das Risiko für gestaute Luftzirkulation, während zu wenige Pflanzen kein wirklich geschlossenes Blätterdach entstehen lassen. Da bei dieser Methode direkt in den finalen Topf gepflanzt wird, entfällt das Umtopfen

Eine aktuelle Studie zu Pflanzendichte und vegetativer Wachstumsdauer bestätigt diesen Zusammenhang: Der flächenbezogene Ertrag stieg bei kurzer Vegetationsphase mit zunehmender Dichte deutlich an, wobei die höchste Flächenausbeute bei rund 18 Pflanzen pro Quadratmeter erreicht wurde (1). Als Abstand zwischen den Töpfen haben sich rund 20 bis 30 Zentimeter bewährt, damit sich die Pflanzen später nicht gegenseitig ins Licht wachsen.


Vogelperspektive auf drei schwarze Fabric Pots mit Erde in einem Growzelt, Maßband zeigt den Abstand von ca. 25 cm zwischen den Töpfen.

Schritt 3: Kurze Wachstumsphase

Nach etwa ein bis zwei Wochen Vegetationsphase schickst du die Pflanzen direkt in die Blütephase, indem du auf einen 12/12-Lichtzyklus umstellst. Das heißt 12 Stunden Licht und 12 Stunden Dunkelheit im täglichen Wechsel.


Hand stellt einen digitalen Zeitschalter auf 12/12-Stunden-Rhythmus ein, im Hintergrund drei Cannabispflanzen unter LED-Licht.

Schritt 4: Untere Zweige entfernen.

Zweige, die kein direktes Licht abbekommen, entziehen der Pflanze unnötig Energie, die besser in die oberen Blüten fließt. Wenn du deine Pflanzen dabei richtig zurückschneidest, sparst du der Pflanze außerdem unnötigen Stress, den falsch gesetzte Schnitte gerade bei kleinen SOG-Pflanzen schnell verursachen. Diese gezielte Entfernung unterer Triebe folgt demselben Grundprinzip wie das Lollipopping, wird bei SOG aber deutlich zurückhaltender eingesetzt als bei einzeln trainierten Pflanzen.


Schere entfernt präzise einen unteren Seitentrieb einer Cannabispflanze im Growzelt – Lollipopping zur Konzentration der Pflanzenkraft auf die oberen Blütenstände.

Schritt 5: Ernte

Je nach Sorte kannst du nach rund 7 bis 9 Wochen Blütephase ernten – oft schneller als bei Anbaumethoden mit langer Vegetationsphase. Die Methode funktioniert grundsätzlich mit Erde, Kokos oder Hydro-Systemen. Entscheidend ist in jedem Substrat eine konstante Pflege und ein gutes Auge für die Lichtverteilung im Grow Room.


Hand hält eine Lupe vor einen reifen, harzigen Cannabisblütenstand zur Kontrolle der Trichomreife im Growzelt.

Was sind die Vorteile der SOG-Methode?

SOG lohnt sich vor allem dann, wenn Effizienz und Platzersparnis im Vordergrund stehen. Die wichtigsten Vorteile im Überblick:

  • Mehrere Ernten pro Jahr: Der frühe Blüteumstieg verkürzt die Anbauzyklen spürbar, sodass Pflanzen deutlich schneller erntereif sind als bei Methoden mit langer Vegetationsphase.
  • Optimale Raumnutzung: Die kompakte Größe der Pflanzen sorgt dafür, dass der vorhandene Raum voll ausgenutzt wird, was besonders in kleinen Growboxen oder niedrigen Räumen vorteilhaft ist.
  • Gleichmäßige Lichtverteilung: Die einheitliche Pflanzenhöhe begünstigt ein homogenes Blätterdach und damit konstantere Ergebnisse über die gesamte Anbaufläche.
  • Einsteigerfreundlich: Da SOG ohne komplizierte Trainingstechniken auskommt, können auch Anfänger die Methode ohne Vorerfahrung gut umsetzen.

Gibt es auch Nachteile bei der Sea of Green Methode?

Neben den Vorteilen bringt SOG auch einige Herausforderungen mit sich, die du im Blick behalten solltest:

  • Höherer Pflegeaufwand: Da viele Pflanzen auf kleiner Fläche stehen, bedeutet das automatisch mehr Aufwand beim Gießen und bei der täglichen Pflege im Vergleich zu wenigen großen Pflanzen.
  • Erhöhtes Schimmelrisiko: Wenn die Luft zwischen den dicht stehenden Pflanzen nicht ausreichend zirkuliert, steigt die Gefahr von Schimmel und Mehltau erheblich, besonders im unteren, dichter belaubten Bereich. Eine gute Belüftung im Indoor-Grow ist bei SOG deshalb keine Option, sondern eine Grundvoraussetzung.
  • Kleinerer Maßstab im deutschen Homegrow: Nach § 3 KCanG darfst du als volljährige Person maximal 3 lebende Cannabispflanzen an deinem Wohnsitz anbauen. Das SOG-Prinzip lässt sich damit problemlos anwenden, ein namensgebendes, großflächiges Blätterdach aus Dutzenden Pflanzen entsteht bei 3 Pflanzen aber naturgemäß nicht – im privaten Eigenanbau bleibt SOG eher ein kompakter, dichter Cluster als eine echte „Sea of Green"-Fläche.
  • Abhängigkeit von gleichmäßigen Stecklingen: Damit die Methode wirklich funktioniert, brauchst du gleichmäßige Stecklinge, sonst leidet der typische SOG-Effekt eines geschlossenen Blätterdachs.
  • Kaum Raum für Trainingstechniken: Da der Fokus auf Dichte statt auf Einzelpflanzen liegt, bleibt kaum Platz für Topping oder Low Stress Training. Einzelne Riesenbuds wirst du bei SOG also eher nicht ernten – dafür holst du in Summe trotzdem ordentlich Ertrag aus deinem Meer aus Cannabis.

Häufige Fehler bei der Sea of Green Methode

Selbst erfahrene Grower tappen bei SOG immer wieder in dieselben Fallen. Die folgenden drei Fehler tauchen besonders häufig auf:

  • Ungleiche Pflanzenhöhe: Wenn Stecklinge unterschiedlich schnell wachsen, blockieren sich die Pflanzen gegenseitig das Licht, und das angestrebte gleichmäßige Blätterdach entsteht nicht.
  • Zu viele Pflanzen auf zu engem Raum: Wird die Pflanzendichte übertrieben, leiden Luftzirkulation und Wurzelentwicklung gleichermaßen, was Krankheiten wie Schimmelbildung begünstigen und den Ertrag am Ende senkn statt steigern kann.
  • Ungleichmäßige Beleuchtung: Pflanzen am Rand der Anbaufläche bekommen oft weniger Licht ab als jene in der Mitte, was zu sichtbaren Unterschieden in Wuchshöhe und Ertrag führt.

Welche Sorten eignen sich für die Sea of Green Methode?

Nicht jede Cannabis-Sorte ist für SOG geeignet. Am besten eignen sich kompakte Sorten, die schnell blühen und einen gleichmäßigen Wuchs zeigen:


SorteEigenschaftenBlütezeit
Northern LightsKompakt und pflegeleicht, wächst sehr gleichmäßig – geeignet für dichte SOG-Reihenca. 7–8 Wochen
White WidowRobust mit gleichmäßigem Wachstum, verzeiht kleinere Pflegefehlerca. 8–9 Wochen
CriticalKurze Blütezeit und kompakter Wuchs sorgen für besonders schnelle Zyklenca. 7 Wochen
Blue CheeseBleibt kompakt bei intensiver Aromaentwicklungca. 8 Wochen


Stark streckende Sativas solltest du eher meiden, da sie oft nicht zum engen SOG-Setup passen und schnell aus dem gleichmäßigen Blätterdach herauswachsen.

Ein Hinweis zur Einordnung:

Sativa und Indica beschreiben heute meist keine reinen Sorten mehr, sondern vor allem den Wuchstyp, denn fast alle Sorten im Handel sind Hybride. Für SOG zählt deshalb weniger die Bezeichnung als die konkrete Wuchsform: Kompakte, wenig streckende Sorten eignen sich besser, unabhängig davon, ob sie als "Sativa-" oder "Indica-dominant" beworben werden.

Was ist der Unterschied zwischen SOG und SCROG?

Auch wenn sich die Begriffe Sea of Green und Screen of Green ähnlich anhören, verfolgen beide Methoden einen grundlegend anderen Ansatz:


FeatureSOGSCROG
PflanzenzahlViele kleine PflanzenWenige große Pflanzen
WuchsrichtungNatürlich, nach obenHorizontal, durch Netz gesteuert
ZeitaufwandGeringHoch, Training erforderlich
LichtnutzungBreitflächig über das BlätterdachGezielt durch das Netz gesteuert


Wer lieber mit wenigen Pflanzen arbeitet und Lust auf gezieltes Training hat, ist mit SCROG oft besser bedient. Grundlage für beide Methoden ist ohnehin ein solides vegetatives Fundament, weshalb sich ein Blick auf Methoden für kleinen, buschigen Wuchs bei Cannabis lohnt, bevor du dich für eine der beiden Richtungen entscheidest.

Einfluss des Lichtspektrums auf SOG-Setups: Was die Forschung sagt

Drei Cannabispflanzen in schwarzen Fabric Pots in einem Growzelt unter einer LED-Lampe mit zwei Spektrumzonen: kühles Blaulicht links (Wachstumsphase) und warmes Rotlicht rechts (Blütephase).


Das eingesetzte Lichtspektrum kann sich nachweislich auf Wuchsform und Cannabinoidgehalt von Cannabispflanzen auswirken. Eine Studie von Magagnini, Grassi und Kotiranta zeigte, dass unterschiedliche Lichtspektren die Morphologie und den Cannabinoidgehalt von Cannabis sativa L. signifikant beeinflussen konnte (2). Gerade bei SOG-Setups mit ihrer hohen Pflanzendichte kann eine gezielte Lichtsteuerung helfen, das Wachstum kompakt zu halten und den Ertrag pro Quadratmeter zusätzlich zu optimieren.

Neben dem Spektrum spielt auch die reine Lichtintensität eine Rolle: Untersuchungen zeigen, dass der Blütenertrag mit steigender photosynthetischer Photonenflussdichte (PPFD) über einen weiten Bereich nahezu linear zunimmt, während die Photosyntheseleistung einzelner Blätter bereits früher an ihre Grenzen stößt (3). Für Grower, die maximale Effizienz aus ihrer Anbaufläche holen wollen, sind beide Faktoren bei der Wahl der Beleuchtung mitzudenken.

Fazit

Die SOG-Methode ist ein starkes Werkzeug für alle, die beim Cannabis-Indoor-Anbau auf Effizienz, Übersicht und Ertragsstärke setzen. Du brauchst keine teure Zusatzausrüstung oder Spezialwissen, sondern vor allem eine durchdachte Planung, gesunde und gleichmäßige Stecklinge sowie ein wachsames Auge für Luftzirkulation und Lichtverteilung.

Mit dem richtigen Setup lässt sich die Sea of Green Technik in praktisch jedem Grow Room umsetzen, ob im Zelt, im Schrank oder in der Ecke des Kellers. Das Ergebnis: mehr Ernten pro Jahr, ohne dass du dafür mehr Platz brauchst. Wer den Ertrag anschließend weiter steigern möchte, findet zusätzliche Ansatzpunkte darin, wie sich der Ertrag von Cannabispflanzen maximieren lässt, während gezieltes Umtopfen dabei hilft, die Wurzelentwicklung in den kompakten SOG-Töpfen zusätzlich zu unterstützen.

Rechtlicher Hinweis

Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Die Anwendung von Cannabisprodukten zu therapeutischen Zwecken sollte nur in Absprache mit qualifiziertem medizinischem Fachpersonal erfolgen. Es wird keine Haftung für Schäden oder Nebenwirkungen übernommen, die durch unsachgemäßen Gebrauch entstehen können. Weder werden Heil- oder Wirkversprechen gegeben, noch soll die Nutzung ohne ärztlichen Rat angeregt werden. Nutzer sind verpflichtet, die in ihrer Region geltenden gesetzlichen Bestimmungen zu beachten und eigenverantwortlich zu handeln.

Quellen

  • Impact of Planting Density and Vegetative Duration on Yield Optimization and Cannabinoid Stability in Medicinal Cannabis Under Controlled-Environment Cultivation. Horticulturae, 12(5), 619. https://www.mdpi.com/2311-7524/12/5/619
  • Magagnini, G., Grassi, G., & Kotiranta, S. (2018). The Effect of Light Spectrum on the Morphology and Cannabinoid Content of Cannabis sativa L. Medical Cannabis and Cannabinoids. https://doi.org/10.1159/000489030
  • Cannabis Yield, Potency, and Leaf Photosynthesis Respond Differently to Increasing Light Levels in an Indoor Environment. Frontiers in Plant Science (2021). https://www.frontiersin.org/journals/plant-science/articles/10.3389/fpls.2021.646020/full

FAQ

Wie viel Licht brauchen die Pflanzen bei SOG?

Wichtig ist weniger die reine Wattzahl als eine gleichmäßige Verteilung über das gesamte Blätterdach, da bei SOG jede Pflanze annähernd dieselbe Lichtmenge erhalten sollte. Ein flächig strahlendes LED-Panel oder eine Natriumdampflampe, die über der gesamten Anbaufläche gleichmäßig positioniert ist, verhindert, dass Randpflanzen im Schatten stehen und deutlich schwächer wachsen als Pflanzen in der Mitte.

Welche Beleuchtungsstärke (PPFD) ist für ein SOG-Zelt optimal?

Für die Blütephase hat sich ein Wert von etwa 600 bis 900 µmol/m²/s auf Höhe des Blätterdachs bewährt, gemessen als photosynthetische Photonenflussdichte (PPFD). Der Blütenertrag nimmt mit steigender PPFD über einen weiten Bereich nahezu linear zu, während die Photosyntheseleistung einzelner Blätter bereits früher an ihre Grenzen stößt. Bei sehr dichten SOG-Setups lohnt sich daher eher eine gleichmäßige Verteilung mehrerer schwächerer Lichtquellen als eine einzelne, sehr starke Lampe.

Eignet sich SOG für Hydro-Systeme genauso gut wie für Erde?

Ja, SOG lässt sich sowohl in Erde, Kokos als auch in Hydro-Systemen umsetzen, wobei Hydro-Setups durch die präzisere Nährstoffsteuerung tendenziell etwas gleichmäßigeres Wachstum ermöglichen. In der Praxis nutzen viele kommerzielle SOG-Anbauten Hydro-Systeme, weil sich dort Wasser- und Nährstoffgaben für viele kleine Pflanzen gleichzeitig und automatisiert steuern lassen. Für Einsteiger ist Erde oder Kokos aber meist der unkompliziertere Einstieg.

Wie wirkt sich SOG auf die Wurzelentwicklung aus?

Die kleinen Töpfe, die bei SOG typischerweise zum Einsatz kommen, begrenzen die Wurzelentwicklung bewusst, da die Pflanzen ohnehin nur kurz in der Wachstumsphase verbleiben, bevor sie in die Blüte übergehen. Ein zu kleiner Topf kann allerdings dazu führen, dass die Wurzeln vorzeitig an die Topfwand stoßen und das Wachstum stagniert, weshalb die Topfgröße stets auf die angestrebte Endhöhe der Pflanze abgestimmt sein sollte.

Ist SOG legal in Deutschland?

Die Anbautechnik selbst ist rechtlich nicht reguliert, wohl aber die Anzahl der Pflanzen: Nach § 3 KCanG darfst du maximal 3 lebende Cannabispflanzen pro erwachsener Person an deinem Wohnsitz anbauen. Das SOG-Prinzip – kleine Töpfe, kurze Vegetationsphase, früher Blüteumstieg – lässt sich damit vollkommen legal umsetzen, allerdings in kleinerem Maßstab: Ein dichtes, großflächiges Blätterdach wie im kommerziellen Anbau entsteht bei 3 Pflanzen naturgemäß nicht. Leben mehrere volljährige Personen im selben Haushalt, darf jede von ihnen zusätzlich bis zu 3 eigene Pflanzen anbauen.

Kann ich Cannabispflanzen bei SOG beschneiden oder trainieren?

Klassisches SOG verzichtet bewusst auf aufwendige Trainingstechniken, da der Fokus auf vielen kleinen, natürlich wachsenden Pflanzen liegt. Wer die Pflanzen dennoch zurückschneiden möchte, sollte sich vorher mit den Grundlagen des Beschneidens von Cannabispflanzen vertraut machen, da falsch gesetzte Schnitte bei so kleinen Pflanzen schneller zu Stress führen als bei großen Einzelpflanzen.

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Profilbild

Ich beschäftige mich seit Jahren intensiv mit Themen rund um Cannabis. Besonders wichtig ist mir, Wissen rund um Sorten, Wirkung und Anwendung verständlich und kreativ zu vermitteln, egal ob in Textform oder auf Instagram in der Cannabis-Community. Mein Hintergrund liegt zum einen in der Küche sowie als praktische Ernährungsberaterin in Schulen und Firmen, weswegen du mich immer da finden kannst, wo Cannabis, Menschen und Essen zusammen treffen. Zum Anderen durfte ich viele Erfahrungen in der sozialen Arbeit mit Menschen, vor allem in sozialschwachen Bereichen, sammeln. Hier habe ich unter anderem auch mein Interesse als Autorin geweckt und gemerkt, dass ich Themen gerne alltagsnah und mit viel Feingefühl aufbereite und teile.