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Cannabis inhalieren: Joint, Pfeife und Bong – Grundlagen und Risiken im Überblick

Frau mittleren Alters sitzt im Gegenlicht am Küchentisch einer hellen Altbauwohnung; vor ihr stehen eine Tasse Tee, ein aufgeschlagenes Notizbuch und ein Vaporizer.

Wichtigste Erkenntnisse

8 Minuten Lesezeit
  • Beim Inhalieren kann THC über die Lunge schnell ins Blut gelangen; Studien zufolge setzt die Wirkung häufig bereits nach wenigen Minuten ein, individuell aber unterschiedlich.
  • Joint, Pfeife und Bong verbrennen Pflanzenmaterial und setzen dabei Schadstoffe frei, die die Atemwege belasten können. Tabak kann diese Belastung zusätzlich erhöhen.
  • Die Wirkung kann sich bei inhalativem Konsum über die erste halbe Stunde aufbauen; der Verlauf und Wirkungseintritt lässt sich aber individuell nicht sicher vorhersagen.
  • Untersuchungen zufolge kann ein Vaporizer die Schadstoffbelastung verringern, er ist aber nicht risikofrei.
  • Im Straßenverkehr gelten THC-Grenzwerte, Mischkonsum mit Alkohol kann Risiken erhöhen, und das KCanG regelt allgemein, wo Konsum verboten ist.

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Cannabis inhalieren wirft viele Fragen auf: Wie unterscheiden sich Joint, Pfeife und Bong, welche Risiken sind bekannt, und was bedeutet die Verbrennung für die Lunge? Cannabis kann auf verschiedene Weise konsumiert werden – neben dem Einatmen etwa über Esswaren, Extrakte oder die topische Anwendung von Cannabis auf der Haut.

Dieser Artikel behandelt die inhalative Einnahme durch Verbrennung, also Joint, Pfeife und Bong, und ordnet den Vaporizer als Alternative ein. In Deutschland ist THC für medizinische Zwecke sowie unter bestimmten Bedingungen für Erwachsene legal. Der Artikel richtet sich an Erwachsene und ersetzt keine ärztliche Beratung.

Was passiert beim Inhalieren von Cannabis im Körper?

Beim Inhalieren gelangt THC über die Lungenbläschen ins Blut; pharmakologischen Studien zufolge erreicht die Konzentration im Blut häufig bereits nach wenigen Minuten ihren Höchstwert (1). Die Inhalation gilt damit als eine der Konsumformen mit dem schnellsten Wirkeintritt. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch Hitze: Sie wandelt die Pflanzensäure THCA weitgehend in THC um. Diesen Schritt nennt man Decarboxylierung (2). Erhitzt man Cannabis, spaltet sich von der Pflanzensäure THCA eine kleine Säuregruppe ab, dabei entsteht Kohlendioxid. Übrig bleibt "aktives THC".


Wichtig:

Hitze hilft dabei nur bis zu einem Punkt. Für die Umwandlung von THCA zu THC gelten Temperaturen um 105 bis 120 Grad als optimal. In der Glut eines Joints oder einer Pfeife liegen sie weit darüber. Schätzungen zufolge geht dadurch ein Teil des Wirkstoffs verloren – ein Teil entweicht mit dem Rauch, der nicht inhaliert wird, ein Teil wird durch die Hitze zerstört, ein Rest bleibt im Stummel. Welche Stoffe bei der Verbrennung zusätzlich entstehen, steht im Abschnitt „Verbrennung oder Verdampfung?

Verbrennung oder Verdampfung?

Joint, Pfeife und Bong verbrennen das Pflanzenmaterial, ein Vaporizer erhitzt es nur so weit, dass die Wirkstoffe verdampfen. Bei der Verbrennung entstehen mehrere tausend Verbindungen, darunter Aldehyde, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe und Schwermetalle, die Atemwegsbeschwerden auslösen können und teils als krebserregend eingestuft sind (3). Vaporizer können diese Belastung laut einer Untersuchung im Auftrag des Schweizer Bundesamts für Gesundheit erheblich verringern, aber nicht vollständig vermeiden (3).

MerkmalVerbrennung (Joint, Pfeife, Bong)Verdampfung (Vaporizer)
PrinzipPflanzenmaterial brenntErhitzen ohne Flamme
Schadstoffezahlreiche Verbrennungsproduktelaut Untersuchungen deutlich weniger, aber nicht null
Wirkeintrittoft nach wenigen Minutenoft nach wenigen Minuten

Welche Methoden der inhalativen Einnahme gibt es?

Die herkömlichen Methoden sind Joint, Pfeife und Bong. Alle drei beruhen auf Verbrennung, unterscheiden sich aber im Zugvolumen und darin, wie gut sich die aufgenommene Menge einschätzen lässt.

  • Joint, Spliff und Blunt: Ein Joint besteht aus zerkleinertem Cannabis in dünnem Papier; ein Spliff enthält zusätzlich Tabak, ein Blunt ist in ein Tabakblatt gewickelt. Mit Tabak kommen Nikotin und ein eigenes Abhängigkeitsrisiko hinzu; laut BAG kann bereits unregelmäßiger Tabakkonsum erhebliche gesundheitliche Schäden verursachen (3).

    Wer einen Joint ohne Tabak zubereitet, vermeidet das Nikotin, nicht aber die Verbrennungsprodukte. Aktivkohlefilter verringern die Schadstoffe laut BAG nur geringfügig (3).
  • Pfeife: Eine Pfeife aus Glas oder Metall fasst meist nur kleine Mengen Pflanzenmaterial. Der Zug ist allerdings heiß und ungefiltert, Rückstände erfordern regelmäßiges Reinigen.
  • Bong: Das Wasser kühlt den Zug, kann aber neben Teer auch THC zurückhalten. In einer älteren Laboruntersuchung lieferte die Bong mehr Teer pro Wirkstoffmenge als ein ungefilterter Joint (4); die Aussagekraft dieser kleinen Studie ist begrenzt. Zudem verleitet der kühle Zug zu großen Zügen, wodurch die aufgenommene Menge schwer einschätzbar ist.

Vaporizer als Alternative

Wer Cannabis in einem Vaporizer verdampfen lässt, erhitzt Cannabis bei vergleichsweise niedrigeren Temperaturen und nimmt Untersuchungen zufolge deutlich weniger Verbrennungsprodukte auf (3). In einer klinischen Pilotstudie erreichten Teilnehmer ähnliche THC-Blutwerte wie bei der Verbrennung, bei deutlich weniger Kohlenmonoxid (5). Gelegentlich Konsumierende zeigten bei gleicher Dosis nach dem Verdampfen teils stärkere Effekte (6), was beim Wechsel der Methode relevant sein kann. In der medizinischen Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt über die Darreichungsform.

Haschisch und Extrakte

Haschisch und Konzentrate enthalten meist deutlich mehr THC pro Gramm als Blüten, sodass schon kleine Mengen stark wirken können. Die Einnahme von Cannabis-Extrakten folgt eigenen Regeln; wegen des hohen THC-Gehalts gelten sie als besonders risikoreich.

Stillleben auf einem dunklen Holztisch: ein Grinder, eine Glaspfeife, zwei ungefaltete Papers, ein schwarzer Vaporizer mit Glasmundstück und ein Glasgefäß mit Cannabisblüten.


KI-generiertes Bild - Bildkonzept und Redaktion von weed.de

Wie wirkt Cannabis, wenn es inhalativ aufgenommen wird?

Laut pharmakologischen Übersichtsarbeiten kann die Wirkung von inhaliertem Cannabis bereits nach wenigen Minuten einsetzen, häufig innerhalb der ersten halben Stunde ihren Höhepunkt erreichen und bei vielen Menschen nach zwei bis drei Stunden abklingen (7). Die individuelle Wirkung von Cannabis hängt von vielen Faktoren, wie zum Beispiel Wirkstoffgehalt, Menge, Erfahrung, Set & Setting und Verfassung ab und lässt sich nicht sicher vorhersagen.

THC und CBD

THC und CBD sind die beiden bekanntesten natürlichen Cannabinoide, unterscheiden sich aber deutlich in Wirkung und Wirkweise. THC (Tetrahydrocannabinol) ist psychotrop, also bewusstseinsverändernd, und beeinflusst vorübergehend Wahrnehmung, Denken und Stimmung – verantwortlich dafür ist vor allem die direkte Aktivierung der Rezeptoren CB1 und CB2 des Endocannabinoid-Systems.

CBD (Cannabidiol) ist dagegen nicht-psychotrop und löst kein „High“ aus, könnte aber stimmungsmodulierend wirken; so deuten erste Hinweise auf eine mögliche angstlösende Wirkung hin. Anders als THC aktiviert es die CB1- und CB2-Rezeptoren kaum, sondern wirkt eher modulierend auf das Endocannabinoid-System und dockt zusätzlich an vielen weiteren Rezeptorsystemen an.

Schneller Wirkeintritt im Vergleich zur oralen Einnahme

Bei der oralen Einnahme von Cannabis kann die Wirkung dagegen erst nach 30 bis 90 Minuten einsetzen und länger anhalten (7). Inhaliertes THC gelangt direkt ins Blut, geschlucktes wird zunächst in der Leber verstoffwechselt – ähnlich einer Sendung, die erst ein Verteilzentrum passieren muss (1). Der zeitliche Verlauf unterscheidet sich dadurch deutlich zwischen beiden Konsumformen.

Mögliche Nebenwirkungen und Risiken

Zu den in Studien beschriebenen kurzfristigen Effekten zählen veränderte Wahrnehmung, erhöhter Puls, trockener Mund, gerötete Augen und nachlassende Konzentration; bei höherer Dosis können Unruhe, Angst oder Übelkeit auftreten (8). Einen Überblick geben die möglichen Nebenwirkungen von Cannabis.

Bei regelmäßigem nicht-medizinischem Konsum kann das Risiko einer cannabisbezogenen Störung bestehen. Der Begriff umfasst leichte bis schwere Formen eines problematischen Konsums. Eine Metaanalyse von Studien mit Konsumierenden schätzt, dass etwa jeder Fünfte die Kriterien erfüllt, bei wöchentlichem bis täglichem Konsum etwa jeder Dritte (9). In einer europäischen Fall-Kontroll-Studie war täglicher Konsum hochpotenter Produkte bei Menschen mit einer erstmals aufgetretenen Psychose häufiger als in der Vergleichsgruppe (10); ob Cannabis die Ursache war, kann dieses Studiendesign allerdings nicht belegen.

Für die Atemwege gilt laut einer Übersicht der US-amerikanischen National Academies: Langfristiges Inhalieren verbrannter Blüten ist mit stärkeren Atemwegsbeschwerden und häufigeren Bronchitis-Episoden verbunden (11). Für einen Zusammenhang mit Lungenkrebs fanden sich bislang keine belastbaren Hinweise, die Datenlage gilt jedoch als begrenzt (11).


Wichtig:

Diese Ergebnisse beziehen sich auf den nicht-medizinischen Konsum. Patienten mit ärztlicher Verordnung besprechen Fragen zu ihrer Therapie mit dem behandelnden Arzt. Bei Brustschmerzen, Atemnot, starkem Herzrasen oder Bewusstseinsstörungen nach dem Konsum wähle den Notruf 112.

Welche Faktoren beeinflussen das Risiko beim Inhalieren?

Wirkstoffgehalt, Umgebung und persönliche Verfassung können beeinflussen, wie Cannabis erlebt wird und wie hoch das Risiko unangenehmer Erfahrungen ist. Ausschließen lassen sich solche Erfahrungen nicht.

Sorte und THC-Gehalt

Bei der Wahl der Cannabissorte ist der Wirkstoffgehalt aussagekräftiger als die Bezeichnung „Indica“ oder „Sativa“. Eine Analyse von rund 90.000 Produktproben fand, dass diese Etiketten die chemische Zusammensetzung kaum widerspiegeln (12).

Leitlinien zur Risikominimierung empfehlen, Produkte mit niedrigem THC-Gehalt zu bevorzugen (13). Die Frage, wie viel THC für Einsteiger sinnvoll ist, lässt sich nicht pauschal beantworten; die Verträglichkeit ist individuell verschieden.

Was ist über Dosierung und Risikominimierung bekannt?

Eine allgemeingültige Dosis für den nicht-medizinischen Gebrauch gibt es nicht. Wie stark eine Menge wirkt, hängt von THC-Gehalt, Methode, Zugtechnik und individueller Empfindlichkeit ab. Da sich die Wirkung beim Inhalieren über die erste halbe Stunde aufbauen kann, lässt sie sich unmittelbar nach der Aufnahme noch nicht vollständig abschätzen (7).

  • Atemtechnik: Leitlinien zur Risikominimierung weisen darauf hin, dass tiefes Inhalieren und langes Anhalten der Luft vor allem die Aufnahme schädlicher Verbrennungsprodukte erhöhen können (13).
  • Atemwege: Anhaltender Husten nach dem Konsum, Auswurf oder Atemnot sollten ärztlich abgeklärt werden.

Für Patienten mit ärztlicher Verordnung legt der behandelnde Arzt Art, Menge und Zeitpunkt fest. Die Dosierung von Cannabis in der Therapie folgt eigenen Regeln und sollte nie eigenmächtig verändert werden.


Wichtig:

Nach Einschätzung des Schweizer Bundesamts für Gesundheit ist der Verzicht auf Cannabis immer die sicherste Entscheidung (3). Wer Fragen zum eigenen Konsum hat, findet Unterstützung bei Ärzten und Suchtberatungsstellen.


Bei ärztlich verordnetem Cannabis legen Behandelnde Art, Menge und Zeitpunkt der Anwendung fest; die Dosierung folgt eigenen Regeln.


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Welche rechtlichen Regeln und Sicherheitsaspekte gelten?

Das Konsumcannabisgesetz (KCanG) erlaubt Erwachsenen den Besitz für den Eigenkonsum, verbietet aber die Abgabe und Weitergabe von Cannabis an andere. Ausgenommen ist nur die kontrollierte Weitergabe durch Anbauvereinigungen an ihre Mitglieder (14). Auch das Weiterreichen eines Joints kann darunter fallen. Hinzu kommen Konsumverbote, Regeln im Straßenverkehr und Hinweise für besonders gefährdete Gruppen.

Wo der Konsum verboten ist

Verboten ist der Konsum in unmittelbarer Gegenwart von Personen unter 18 Jahren. Öffentlich ist er zudem untersagt (14):

  • in Schulen, auf Kinderspielplätzen, in Kinder- und Jugendeinrichtungen und öffentlich zugänglichen Sportstätten sowie in deren Sichtweite (bis 100 Meter vom Eingangsbereich),
  • in Fußgängerzonen zwischen 7 und 20 Uhr,
  • auf dem befriedeten Besitztum von Anbauvereinigungen und in deren Sichtweite.

In militärischen Bereichen der Bundeswehr ist der Konsum generell verboten (14). Hausordnungen, Mietverträge und Landesrecht können ihn weiter einschränken. Unbeteiligte, insbesondere Kinder, sollten zudem keinem unfreiwilligen Passivkonsum ausgesetzt sein.

Straßenverkehr

Am Steuer gilt ein THC-Grenzwert von 3,5 Nanogramm pro Milliliter Blutserum, in Kombination mit Alkohol können höhere Bußgelder drohen (15). Für Fahranfänger in der Probezeit und Personen unter 21 Jahren gilt ein Cannabisverbot am Steuer (16). Da THC individuell unterschiedlich abgebaut wird und nachweisbar ist, lässt sich kein sicherer Zeitabstand bis zur nächsten Fahrt angeben.

Am Steuer gilt ein THC-Grenzwert von 3,5 Nanogramm pro Milliliter Blutserum; für Fahranfänger in der Probezeit und Personen unter 21 Jahren gilt ein Cannabisverbot.


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Mischkonsum und besonders gefährdete Gruppen

Alkohol kann die Wirkung von Cannabis verstärken (13). Auch Wechselwirkungen mit Medikamenten sind möglich, das sollte vorab ärztlich oder in der Apotheke geklärt werden. Leitlinien raten Jugendlichen, Schwangeren und Stillenden sowie Menschen mit psychotischen Erkrankungen in der eigenen oder familiären Vorgeschichte vom Konsum ab (13).

Bei einer zu starken Wirkung kann eine ruhige Umgebung hilfreich sein; weiterer Konsum sollte dann unterbleiben. Beim Inhalieren klingen die Beschwerden in vielen Fällen innerhalb weniger Stunden ab (7). Halten sie an oder treten Brustschmerzen, Atemnot, starkes Herzrasen oder Bewusstseinsstörungen auf, ist der Notruf 112 zu wählen.

Fazit

Inhaliertes Cannabis kann deutlich schneller wirken als eingenommene Cannabisprodukte; sicher vorhersagen lässt sich die Wirkung dennoch nicht. Joint, Pfeife und Bong beruhen jedoch auf Verbrennung und belasten die Atemwege; Tabak verstärkt das, und auch das Wasser der Bong verbessert die Situation nicht signifikant. Ein Vaporizer kann die Schadstoffbelastung Untersuchungen zufolge verringern, ist aber nicht risikofrei.

Der Verzicht auf Cannabis ist nach Einschätzung von Gesundheitsbehörden die sicherste Entscheidung. Für Erwachsene, die dennoch konsumieren, gelten die Konsumverbote des KCanG und die Regeln im Straßenverkehr; Tabak und Alkohol können die Risiken zusätzlich erhöhen. Bei Vorerkrankungen, regelmäßiger Medikamenteneinnahme oder einer ärztlichen Verordnung kläre gesundheitliche Fragen vorab ärztlich.

Rechtlicher Hinweis

Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine Handlungsempfehlung dar. Der Umgang mit Cannabis zu nicht-medizinischen Zwecken ist in Deutschland nur Erwachsenen im Rahmen des Konsumcannabisgesetzes erlaubt. Medizinisches Cannabis wird nach dem Medizinal-Cannabisgesetz ärztlich verschrieben; bei Fragen zur Anwendung wende dich an deinen Arzt oder Apotheker.

FAQ

Wie lange dauert es, bis inhaliertes Cannabis wirkt?

Studien zufolge kann die Wirkung bereits nach wenigen Minuten einsetzen und häufig innerhalb der ersten halben Stunde ihren Höhepunkt erreichen; bei vielen Menschen klingt sie nach zwei bis drei Stunden ab. Der Verlauf ist individuell verschieden. Bei Esswaren kann es dagegen 30 bis 90 Minuten dauern.

Ist eine Bong schonender für die Lunge als ein Joint?

Nicht unbedingt. Das Wasser kühlt den Zug, kann aber neben Teer auch THC zurückhalten, und der kühle Zug verleitet zu großen Zügen. Beim Verdampfen mit einem Vaporizer entstehen Untersuchungen zufolge deutlich weniger Verbrennungsprodukte.

Ist ein Joint ohne Tabak weniger schädlich?

Er vermeidet Nikotin und das damit verbundene Abhängigkeitsrisiko. Die Verbrennungsprodukte des Pflanzenmaterials bleiben jedoch bestehen. Er dürfte daher weniger belastend sein als eine Mischung mit Tabak, produziert bei der Verbrennung aber ebenfalls Schadstoffe.

Wo darf ich in Deutschland Cannabis konsumieren?

Erwachsene dürfen grundsätzlich privat konsumieren, sofern keine Minderjährigen anwesend sind. Öffentlich verboten ist der Konsum unter anderem in Sichtweite von Schulen, Spielplätzen, Jugendeinrichtungen und Sportstätten sowie in Fußgängerzonen zwischen 7 und 20 Uhr.

Wann darf ich nach dem Konsum wieder Auto fahren?

Eine sichere Zeitangabe gibt es nicht, weil THC individuell unterschiedlich abgebaut wird. Am Steuer gilt ein Grenzwert von 3,5 ng/ml Blutserum, für Fahranfänger in der Probezeit und unter 21-Jährige ein Cannabisverbot. Wer ein Fahrzeug führen muss, sollte deshalb auf Konsum verzichten.

Quellen

  1. Lucas, Catherine J.; Galettis, Peter; Schneider, Jennifer (2018): The pharmacokinetics and the pharmacodynamics of cannabinoids. British Journal of Clinical Pharmacology 84(11), 2477–2482. DOI: https://doi.org/10.1111/bcp.13710
  2. Wang, Mei et al. (2016): Decarboxylation study of acidic cannabinoids: a novel approach using ultra-high-performance supercritical fluid chromatography/photodiode array-mass spectrometry. Cannabis and Cannabinoid Research 1(1), 262–271. DOI: https://doi.org/10.1089/can.2016.0020
  3. Bundesamt für Gesundheit BAG (2023): Risiken beim Rauchen und Verdampfen von Cannabis (Faktenblatt). https://www.grea.ch/sites/default/files/230910_final_report_review-external_version_upload.pdf (Abgerufen am 07.10.2026)
  4. Gieringer, Dale (1996): Marijuana Water Pipe and Vaporizer Study. MAPS Bulletin 6(3), 59–66. https://maps.org/news-letters/v06n3/06359mj1.html (Abgerufen am 07.10.2026)
  5. Abrams, Donald I. et al. (2007): Vaporization as a smokeless cannabis delivery system: a pilot study. Clinical Pharmacology & Therapeutics 82(5), 572–578. DOI: https://doi.org/10.1038/sj.clpt.6100200
  6. Spindle, Tory R. et al. (2018): Acute effects of smoked and vaporized cannabis in healthy adults who infrequently use cannabis: a crossover trial. JAMA Network Open 1(7), e184841. DOI: https://doi.org/10.1001/jamanetworkopen.2018.4841
  7. Grotenhermen, Franjo (2003): Pharmacokinetics and pharmacodynamics of cannabinoids. Clinical Pharmacokinetics 42(4), 327–360. DOI: https://doi.org/10.2165/00003088-200342040-00003
  8. Volkow, Nora D. et al. (2014): Adverse health effects of marijuana use. New England Journal of Medicine 370(23), 2219–2227. DOI: https://doi.org/10.1056/NEJMra1402309
  9. Leung, Janni; Chan, Gary C. K.; Hides, Leanne; Hall, Wayne D. (2020): What is the prevalence and risk of cannabis use disorders among people who use cannabis? A systematic review and meta-analysis. Addictive Behaviors 109, 106479. DOI: https://doi.org/10.1016/j.addbeh.2020.106479
  10. Di Forti, Marta et al. (2019): The contribution of cannabis use to variation in the incidence of psychotic disorder across Europe (EU-GEI): a multicentre case-control study. The Lancet Psychiatry 6(5), 427–436. DOI: https://doi.org/10.1016/S2215-0366(19)30048-3
  11. National Academies of Sciences, Engineering, and Medicine (2017): The Health Effects of Cannabis and Cannabinoids: The Current State of Evidence and Recommendations for Research. Washington, DC: The National Academies Press. DOI: https://doi.org/10.17226/24625
  12. Smith, Christiana J. et al. (2022): The phytochemical diversity of commercial Cannabis in the United States. PLoS ONE 17(5), e0267498. DOI: https://doi.org/10.1371/journal.pone.0267498
  13. Fischer, Benedikt et al. (2022): Lower-Risk Cannabis Use Guidelines (LRCUG) for reducing health harms from non-medical cannabis use: a comprehensive evidence and recommendations update. International Journal of Drug Policy 99, 103381. DOI: https://doi.org/10.1016/j.drugpo.2021.103381
  14. Bundesministerium der Justiz (2024): Gesetz zum Umgang mit Konsumcannabis (Konsumcannabisgesetz – KCanG), § 5 Konsumverbot. https://www.gesetze-im-internet.de/kcang/__5.html (Abgerufen am 07.10.2026)
  15. Bundesministerium der Justiz (2024): Straßenverkehrsgesetz (StVG), § 24a. https://www.gesetze-im-internet.de/stvg/__24a.html (Abgerufen am 07.10.2026)
  16. Bundesministerium der Justiz (2024): Straßenverkehrsgesetz (StVG), § 24c. https://www.gesetze-im-internet.de/stvg/__24c.html (Abgerufen am 07.10.2026)

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Ich beschäftige mich seit Jahren intensiv mit Themen rund um Cannabis. Besonders wichtig ist mir, Wissen rund um Sorten, Wirkung und Anwendung verständlich und kreativ zu vermitteln, egal ob in Textform oder auf Instagram in der Cannabis-Community. Mein Hintergrund liegt zum einen in der Küche sowie als praktische Ernährungsberaterin in Schulen und Firmen, weswegen du mich immer da finden kannst, wo Cannabis, Menschen und Essen zusammen treffen. Zum Anderen durfte ich viele Erfahrungen in der sozialen Arbeit mit Menschen, vor allem in sozialschwachen Bereichen, sammeln. Hier habe ich unter anderem auch mein Interesse als Autorin geweckt und gemerkt, dass ich Themen gerne alltagsnah und mit viel Feingefühl aufbereite und teile.